Blindengeld wichtiger Baustein für inklusive Gesellschaft
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
Bild: domain public
München (kobinet) Derzeit erhalten rund 13.600 Menschen in Bayern Blindengeld, davon rund 300 Taubblindengeld, das 2016 erhöht wurde. Für Bayerns Sozialministerin Emilia Müller ist das Bayerische Blindengeld ein wichtiger Baustein für eine inklusive Gesellschaft, denn "gerade Menschen mit Sehbehinderung werden in unserer modernen, auf Bilder getrimmten Welt schnell abgehängt. Kompensieren kann man das zumindest teilweise mit blindengerechten, aber meist recht teuren technischen Hilfsmitteln. Hier hilft das Bayerische Blindengeld."
Das bayerische Blindengeld wurde im Vergleich zu 2015 mit 556 Euro im Jahr 2016 auf 579 Euro erhöht. Das bayerische Blindengeld für taubblinde Menschen erhöhte sich nach 1.112 Euro im Jahr 2015 auf 1.158 Euro im Jahr 2016. Bayern war das erste Bundesland, das bereits 1949 beschlossen hat, blinden Menschen – unabhängig von ihren weiteren Einkünften – monatlich ein Pflegegeld von damals 75 DM zu gewähren. 1995 trat dann das Bayerische Blindengeldgesetz in Kraft. Weitere Informationen zum bayerischen Blindengeld gibt's unter
http://www.stmas.bayern.de/teilhabe/blindengeld.
Was Ländergrenzen in Deutschland für die Lebenssituation von behinderten Menschen bedeuten kann, zeigt die Blindengeld-Deutschlandkarte des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) auf. Während blinde Menschen in Bayern 579 Euro Blindengeld bekommen, werden ein paar Kilometer weiter in Thüringen lediglich 270 Euro, bzw. in Sachsen 333 Euro Blindengeld gezahlt.

Von SabineJaye
"Für Bayerns Sozialministerin Emilia Müller ist das Bayerische Blindengeld ein wichtiger Baustein für eine inklusive Gesellschaft, denn "gerade Menschen mit Sehbehinderung werden in unserer modernen, auf Bilder getrimmten Welt schnell abgehängt. Kompensieren kann man das zumindest teilweise mit blindengerechten, aber meist recht teuren technischen Hilfsmitteln. Hier hilft das Bayerische Blindengeld."
Wie schön! Und Gehörlose haben in unserer modernen, auf Gehör getrimmten Gesellschaft keine Chance! Kompensieren nur mit Gebärdensprachdolmetscher, die aber im privaten Raum nicht bezahlt werden. Technische Hilfsmittel für Gehörlose oder Hörgeschädigte kosten auch! Gehörlose/Hörgeschädigte können weder Kino, noch Theater besuchen. Informationsveranstaltungen der örtlichen Gemeinden ebenso nicht - scheitert meistens daran, dass niemand die Kosten für Gebärdensprachdolmetscher übernehmen will. Also selber bezahlen. Die Gemeinden sind klamm. Warum erhalten Gehörlose kein Geld in Bayern? Warum diese Ungleichbehandlung? Ein Beispiel. Der Gehörlose besitzt ein Auto. Dieses Auto macht merkwürdige Geräusche, die der Gehörlose nicht hören kann. Er fährt weiter und weiter. Plötzlich bleibt das Auto stehen, Motor qualmt. Auto kaputt. Kosten???? Ein Hörender Mensch hätte das längst gehört und auf dem schnellsten Weg die Werkstatt aufgesucht. Es gibt nicht einmal in unserem Deutschlan einen einheitlichen, kostenfreien Notruf für Gehörlose - nein, an die 112 muss man erst mal ein Fax schreiben und hoffen, dass es auch gelesen wird. Rückfragen nicht möglich. Was, wenn man unterwegs ist??? Je mehr ich über dieses Bundesteilhabegesetz lese, je mehr widert mich das Verhalten der politischen Kaste an. Es geht doch nur um Geld.