Ottmar Miles-Paul geht für Teilhabe baden

Veröffentlicht am von Christian Mayer

Ottmar Miles-Paul Protesttag 2014
Ottmar Miles-Paul Protesttag 2014
Bild: Eckhard Lucht

Berlin (kobinet) Damit die Teilhabe nicht baden geht, geht heute auch der Koordinator der Kampagne für ein gutes Bundesteilhabegesetz, Ottmar Miles-Paul, zusammen mit einer Reihe von Aktiven des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) um 11:00 Uhr gegenüber dem Reichstag auf der anderen Seite der Spree baden. Mit der Aktion "Blinde gehen baden" macht der DBSV über die drohenden Verschlechterungen im geplanten Bundesteilhabegesetz für blinde und sehbehinderte Menschen aufmerksam und fordert die Rechte blinder und sehbehinderter Menschen ein.

"Ich werde heute in die sicherlich nicht all zu warme und all zu saubere Spree steigen und mit anderen blinden und sehbehinderten Menschen sowie deren UnterstützerInnen ans andere Ufer der Spree schwimmen, weil ich es nicht hinnehmen will, dass ein solches Bundesteilhabegesetz verabschiedet wird, wie es der Gesetzentwurf vorsieht. So wie viele andere Gruppen auch, haben auch blinde und sehbehinderte Menschen allen Grund gegen dieses Gesetz zu protestieren. Dafür gehe ich auch gern mal ins Wasser und hoffe, dass ich nicht absaufe", erklärte Ottmar Miles-Paul vor der heutigen Aktion in Berlin. Sie es der drohende Ausschluss von Leistungen, Benachteiligungen im Bereich Bildung, der Flickenteppich höchst unterschiedlicher Blindegeldleistungen in den einzelnen Bundesländern oder der Verbleib der Blindenhilfe in der Sozialhilfe, dieser Gesetzentwurf geht an den Belangen blinder und sehbehinderter Menschen völlig vorbei und bringt sogar Verschlechterungen, ist sich Ottmar Miles-Paul sicher.

Christiane Möller, die Juristin des DBSV wird heute Abend vorausschichtlich im Studio des rbb live über die Kritik am vorliegenden Gesetz in der Vorabendnachrichtensendung berichten können.

Link zu weiteren Informationen des DBSV