TV-Story über Contergan-Skandal

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

 Tobias Arndt (Mitte) hat unbekannte Contergan-Dokumente in den Archiven gefunden
Tobias Arndt (Mitte) hat unbekannte Contergan-Dokumente in den Archiven gefunden
Bild: wdr

Köln (kobinet) In seiner Reihe "die story" sendet der Westdeutsche Rundfunk morgen um 22.10 Uhr einen Film von James Pastouna: Der geheime Deal – Die dunkle Geschichte des Contergan-Skandals. "Im Juni 2016 stellt die Landesregierung NRW eine Studie vor, in der die Rolle der Politik während des Contergan-Prozesses Ende der 60er Jahre untersucht wird. Während der Präsentation kommt es zu einer Konfrontation zwischen den eingeladenen Contergan-Überlebenden und dem Verfasser der Studie", heißt es in der Ankündigung des Senders.

Ein Jahr zuvor, im Sommer 2015 fand in der deutschen Botschaft in London ein vertrauliches Gespräch statt. Rechtsanwälte einer internationalen Kanzlei konfrontieren die angereiste Vertreterin des Bundesfamilienministeriums mit bisher unbekannten Unterlagen, die erst gerade in deutschen Archiven gefunden wurden. Und die sollen belegen, dass der Contergan-Prozess durch vertrauliche Vereinbarungen von Bundesregierung und Landesregierung mit dem Contergan-Hersteller Grünenthal rechtswidrig beeinflusst worden ist.

Die Quellen belegen zudem, dass der Contergan-Wirkstoff Thalidomid bis in die 70er Jahre verkauft worden ist. Gesprächsprotokolle und Vermerke dokumentieren einen anderen Verlauf des Skandals als der, der bis heute der Öffentlichkeit präsentiert worden ist. Während die Landesregierung die Akte Contergan mit einer Entschuldigung an die Opfer schließen will, machen diese sich auf zu einem neuen Kampf um eine gerechte Entschädigung.