SchülerInnen rufen zu Protest gegen Teilhabegesetz auf
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
Bild: Andi Weiland
Marburg an der Lahn (kobinet) Maximilian Maag hat die Initiative ergriffen und ruft zusammen mit SchülerInnen der Carl.Strehl-Schule in Marburg für den 3. November ab 16:00 Uhr zu einer Demonstration zum Bundesteilhabegesetz ab dem Marburger Hauptbahnhof auf. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul sprach mit ihm, warum sich SchülerInnen gegen das Gesetz wenden und was diese genau vor haben.
kobinet-nachrichten: Beim Bundesteilhabegesetz hat es ja schon viele Aktionen von Behindertenorganisationen gegeben. Nun rufen SchülerInnen der Carl-Strehl-Schule zu einer Demo mit Kundgebung auf. Wie ist es dazu gekommen?
Maximilian Maag: Auf das geplante Bundesteilhabegesetz bin ich durch eine Informationsverantaltung meiner Schule im Rahmen der Schülervertretungs-Versammlung aufmerksam geworden. Der Entwurf hat bei vielen Schülern große Verunsicherung und Verärgerung ausgelöst. Ich selbst habe daraufhin an vielen Aktionen teilgenommen. Allerdings konnten nicht alle Schüler ohne weiteres an Aktionen ausserhalb von Marburg teilnehmen. Aus diesem Grund kam die Idee auf, in Marburg eine Veranstaltung ins Leben zu rufen, um allen Menschen in Marburg die aufgrund ihrer Einschränkung oder sonstigen Gründen Probleme haben an Aktionen teilzunehmen.
kobinet-nachrichten: Was ärgert Sie an dem Gesetz und was treibt Sie auf die Straße, um dagegen zu demonstrieren?
Maximilian Maag: Das Bundesteilhabegesetz ist angetreten, um Verbesserung zu bringen. Wenn man sich allerdings ein wenig in die Materie einliest wird schnell klar, dass es viele Unklarheiten gibt und viele Punkte, die den Zugang zu Teilhabe, Bildung, Chancengleichheit erschweren. Mich persönlich ärgert es, dass dieses Gesetz die Teilhabe von Menschen mit Behinderung mindert, um Gelder einsparen zu können. Ich bin auch sehr darüber Verärgert, dass die Bundesregierung nicht ausreichend im Vorfeld informiert hat, was da konkret auf uns zu kommt.
kobinet-nachrichten: Was haben Sie genau bei der Demonstration in Marburg vor? Wann geht es wo los und wo geht es hin?
Maximilian Maag: Die Demonstration beginnt am 3. November um 16:00 Uhr vor dem Hauptbahnhof in Marburg. Der Demonstrationszug zieht gegen 16:15 Uhr los Richtung Cineplex-Kino am Rudolpsplatz. Dort wird eine Abschlusskundgebung bis voraussichtlich 17:15 stattfinden. Nach und während der Demonstration besteht natürlich die Möglichkeit für die Presse und Interessierte, Fragen an zu stellen.
kobinet-nachrichten: Vielen Dank für das Interview.
Maximilian Maag: Gerne, ich freue mich auf jeden Teilnehmerin und jeden Teilnehmer.
