Wofür habe ich damals in den 70ern gekämpft?
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
Bild: Dirk Bergen
Freiburg (kobinet) "Wofür habe ich damals in den 70ern gekämpft?" Diese Frage stellt sich Dirk Bergen aus Freiburg angesichts der aktuellen Bedrohung für ihn und ca. zehn andere behinderte Menschen aus Freiburg, aus Kostengründen in ein Heim abgeschoben zu werden. Darüber berichtete heute das ARD Morgenmagazin im Vorfeld der am Donnerstag im Deutschen Bundestag anstehenden Verabschiedung des Bundesteilhabegesetzes durch den Deutschen Bundestag.
Dirk Bergen hat es nach einem 15jährigen Heimaufenthalt geschafft, dass er nun seit fast 40 Jahren in der eigenen Wohnung leben kann. Nun wird er seit Monaten vom Freiburger Sozialamt nach dem Tod seiner Frau unter Druck gesetzt, sich wieder einen Heimplatz zu suchen.
Link zum Fernsehbericht im ARD Morgenmagazin über die Situation von Dirk Bergen und anderer behinderter Menschen in Freiburg (nur bis 28.11.2016 verfügbar!)
Link zu einem Kommentar zum Wegducken der SPD von kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul

Von carbisch
hallo dirk bergen + mitstreiter !
es geht um den spar - zwang der politik bzw.
der schwarzen null.
die cdu / csu + noch schlimmer
wollen an den armen + ärmsten leuten sparen.
das war schon immer so +
in unserer düsteren vergangenheit am schlimmsten
( tötung von unwertem leben ) !
macht Euch nichts daraus.
es kommen auch wieder bessere bzw. gute zeiten für uns.
der sozialismus wird nicht vergessen werden +
von den sozial denkenden + sozial handelnden
parteien weiter praktiziert, sogar verbessert.
geld haben wir genug,
siehe deutsche banken - rettung in höhe von : 1,6 billionen €.
es ist nur für uns eingeplant.
bis dann + alles gute
caroline bischoff
Von Anmerkung
Sehr geehrte LeserInnen,
einem, dem (unter der Hand) Empathielosigkeit und extreme Behindertenfeindlichkeit nachgesagt wird, ist der Vorstand einer der Krankenkassen, Diese Krankenkasse hat ihren Hauptsitz in Hannover.
Aber wahrscheinlich trifft diese diesem Vorstand nachgesagte Empathielosigkeit auf viele Menschen in der Branche 'Krankenkassen' zu.
Von Dagmar B
Zitat:
Fehlende Empathie kommt besonders oft von Menschen, die selbst ein bisschen behindert sind und die sich schlecht in andere hineinversetzen können. Siehe Autismusspektrum und da insbesondere die hochfunktionalen, sprich die Asperger-Autisten bzw. die mit dem Asperger-Persönlichkeitstypus bzw. dem Broader Phenotype of Autism
Was soll das jetzt werden?
Autisten Bashing ?
Ich für meinen Teil habe von Seelenlosigkeit und fehlender Mitmenschlichkeit geschrieben.
Das hat weniger was mit vorhandener Empathie zu tun als vielmehr mit Regeln , die für Handlungen zu Grunde liegen.
Regeln , die ausschließlich dazu dienen , Kosten Nutzen Rechnungen vorzunehmen , sind nun mal von Mitmenschlichkeit befreit.
Regeln , bzw. Gesetze prägen den Umgang der Menschen mit einander.
Regeln , bzw. Gesetze dienen der kulturellen Gestaltung eines Landes.
Das hat rein gar nichts mit dem Vorhanden sein oder nicht vorhanden sein von Behinderungen zu tun.
Ihre Regel, Eva Martin, Autisten Bashing zu betreiben, kann man getrost mit zu den entseelten , von Mitmenschlichkeit fernen Regeln hinzufügen.
Sie machen die Welt schlechter !!
Von Signe
@ Ron Luck
Wenn ein Mitarbeiter / eine Mitarbeiterin eine Entscheidung, Anweisung und dergleichen nicht mittragen kann, hat sie / er immerhin mehrere Möglichkeiten, diesem ihr /ihm Widerstrebenden, Belastenden auszuweichen:
Entbindung von der Aufgabe,
Krankschreibung,
Urlaub,
Versetzung auf eine andere Arbeitsstelle.
Die meisten sind zu feige und zu bequem, solchen Eigenschutz für sich selber anzuwenden.
So, wie Sie schreiben, Herr Luck, wird von Ihnen der Amtsleiter, der in der MorgenMagazin-Reportage zum Opfer gemacht. Ein Opfer ist dieser Amtsmensch nicht, sondern Amtstäter.
Von Signe
@ Eva Martin
Boshaft, weil von Asperger-betroffen?
Mit der Zuschreibung werden Behinderte, die mit der Behinderung Asperger leben, erheblich negativen Zuschreibungen ausgesetzt, die ich _nicht_ teile.
Technokrat zu sein, das mache ich nun nicht an dem Vorhandensein einer Behinderung fest. Das halte ich für absurd, Behinderte, die von Asperger-betroffen sind, mit den Zuschreibungen der inneren Kälte, der Empathielosigkeit zu überhäufen.
Was aber ich für möglich halte ist, dass es in Behörden so manche/n Zeigenossin / Zeitgenossen verschlagen hat, die vom Arbeiten nix halten und sich auf Grund von Günstlingshaltung (die mitunter als Boshaftigkeit gegenüber Antragsteller/innen wirksam werden in Form von Antragszurückweisungen) einen arbeitsmäßigen Vorteil regelmäßig und häufig verschaffen.
Von ronluck
Liebe Lesergemeinde,
ich kann die Anwürfe gegenüber dem Handeln des Sozialamtes sowie auch gegen die Politik verstehen.
Aber die pauschale Kriminalisierung weder eines Bearbeiters noch der Politik erscheint mir hier angebracht. Es gibt auch für Behördenhandeln konkrete Verwantwortliche, die Dienstanweisungen herausgeben, unter denen oft die betroffenen Mitarbeiter selbst leiden, weil sie sie selbst innerlich nicht akzeptieren können. Und so denke ich, wird es auch in den Reihen der Politiker Verwantowrtliche geben, die man ansprechen und mit ihrem Nichthandeln oder ihren Fehlern konfrontieren kann. Diese Leute muss man sich greifen und grundsätzlich den Zustand ändern, dass sich Politiker nicht ihre Taten verantworten müssen. Sonst werden wir keinen SChritt weiter kommen. Grüße ronluck
Von Eva Martin
Fehlende Empathie kommt besonders oft von Menschen, die selbst ein bisschen behindert sind und die sich schlecht in andere hineinversetzen können. Siehe Autismusspektrum und da insbesondere die hochfunktionalen, sprich die Asperger-Autisten bzw. die mit dem Asperger-Persönlichkeitstypus bzw. dem Broader Phenotype of Autism. Es betrifft nicht alle auf dem Autismusspektrum, manche können sich sogar besonders gut hineinversetzen und kämpfen besonders stark.Andere wehren es besonders heftig ab, weil sie einiges von sich selbst in vielen Behinderten wiedererkennen und es ihr Selbstbild stört.
Bei den Behörden - und eine bestimmte Art von Aspergertypen fühlt sich halt von der Sicherheit und von den Regeln bei Behörden besonders angezogen - tummeln sich leider oft die problematischeren Technokraten mit der schiefen Kosten-Nutzen-Rechnung und dem Hang zu eugenischen Positionen.
Von Signe
Und es herrscht Wohnungsmangel in Deutschland.
So stellen die Politiker/innen, voran die Sozen (auf deren fahrenden Zug die Grüns und die cdu aufspringen) wohl eine neue Art von Gentrifizierung auf die Beine: Behinderte in die Anstalten - in die freigezogenen barrierefreien Wohnungen ziehen dann die Fußgänger/innen, Nichtbehinderten, ein.
Perfide, aber sozialdemokratie-gemacht in Zusammenarbeit mit den Braun-Grünen und der cdu, deren Schäuble sich bedeckt hält.
Von Signe
Und diese Herr- und Frauschaften werden noch viel mehr bereits in der Schublade liegen haben. Weitere Grausamkeiten.
Wenn jemand ihren / seinen Haushalt wegen Einzugs in die Anstalt aufgibt, dann werden wohl die Haushaltsgegenstände von dem Sozialamt vertickt. Schon allein das ist staatlich, kommunal sanktionierter Raub, Diebstahl von dem Eigentum Behinderter.
Dass die Grünen sich mal an Raub und Diebstahl bei den Behinderten beteiligen, mich schüttelt es wegen dieser bodenlosen Schamlosigkeit und Dreistigkeit der Grünen. Ja Grün-Braun, so ist die neue Farbgebung der Grünen. Nicht zu vergessen die Grünen, und, wie gesagt, es ist noch nicht raus, ob Schäuble derjenige ist, der das Geld der Behinderten zurückbehält.
Von Endzeittablette
Es ist erschreckend welche Geister heutzutage wieder in deutschen Ämtern unterwegs sind.
Von Signe
Erinnert sich noch jemand (außer mir) an die Worte des unsäglichen Behindertenhassers Peter Singer?
Der hatte vor zwei Jahren der Presse in einem Interview gesagt, Behinderte seien Schuld daran, dass (Singer) höhere Krankenversicherungskosten zahlen müsse.
Möglicherweise werden hier genau solche Berechnungen gemacht, dass Behinderte insgeheim bereits wieder als 'nutzlose Esser/innen' von Amts wegen berechnet und stillschweigend und vorsätzlich aus der Öffentlichkeit verbannt werden.
Die Frage, die sich mir stellt, ist nun, WER von diesem Verbrechen (denn es ist ein Verbrechen, das an Herrn Dirk Bergen und den anderen, ähnlich Betroffenen, die eine Heimeinweisung aufgezwungen bekommen haben) profitiert. Ob die Kirchen solche Berechnungen mittragen und wer noch die Profiteur/innen sind (Krankenkassen, med. Forschungszentren, die ja seit kurzem an Behinderten und Erkankten wieder herum'experimentieren dürfen, von Gesetzes wegen) und wer _noch_?
Von Signe
@ Dagmar,
@ Alle
Hallo,
zuletzt wurde derart drastisch und (vor allem) unverhohlen öffentlich das Leben eines behinderten Menschen aufgerechnet, berechnet von 1933 bis 1945, nachzulesen in einem Mathematikbuch für Primarschüler/innen / Sekundarschüler/innen in der Zeit von 1933 bis 1945. Was sagt 'uns' das?!
Die menschliche Kälte diese Amtsgewaltigen in dem Bericht des Morgenmagazins ist erschreckend.
Und alles von den Grünen von Freiburg gedeckt.
Von den Bundesgrünen keine Reaktion!
Wenn Herr Bergen in die Anstalt gepfercht wird, muss dasselbe für _alle_ Grünen gelten! Alle Grünen in die Anstalt, lebenslänglich!
Von Dagmar B
Es ist schon erschreckend mit welcher Selbstverständlichkeit der Herr vom Sozialamt seine Nutzen Kosten Rechnung vorträgt.
Ohne Seele , ohne Mitmenschlichkeit.
Mit dem Behinderten kann man es machen, wie es beliebt.
Gruselig.