Pressegespräch zum Nachschauen im Internet
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
Bild: Irina Tischer
Berlin (kobinet) In einer spontanen Kooperation der Petitionsplattform change.org und der Initiative Ability Watch um Raul Krauthausen ist es heute gelungen, einen Live-Mitschnitt des sehr kurzfristig anberaumten Pressegesprächs zum Bundesteilhabegesetz über die Facebook-Plattform von change.org live mitzufilmen und ins Internet einzustellen. Das knapp 60minütige Pressegespräch mit VertreterInnen der CDU, SPD und CSU gibt einen Eindruck davon, was nach den massiven Protesten gegen den Gesetzentwurf zum Bundesteilhabegesetz noch geändert wurde.

Von Lesebrille
Zuerst: Raul, kannst Du die Beiträge auch alternativ zu Facebook veröffnetlichen? Nicht jedeR möchte sich da registrieren. Und Danke für Deine Fragen.
Der Beitrag von Herrn Schiewerling klingt niedlich: auf der einen Seite will er die freie Wahl der Betroffenen, auf der anderen Seite möchte er nicht den Leistungsträger verärgern... . Ja was denn nun??
Eine Lösung, nach der sich alle lieb haben, gibt es nicht. Wenn Herr Bergen und andere behinderte Menschen nicht ins Heim gezwungen werden sollen, müssen die Kosten der Assistenz zu Hause nunmal finanziert werden.
Ansonsten sehe ich folgendes Szenario, das pure Erpressung möglich machte:
"Lieber behinderter Mensch, natürlich zwingen wir dich nicht ins Heim, aber wir zahlen als Kostenträger einfach nicht mehr, als wir für ein Heim zahlen würden und du schaust halt einfach, wie du damit klar kommst...!!"
Ob das mit Artikel 19 der UN-Konvention kompatibel wäre? Nein, aber das interessierte ja auch schon nicht bei diesem Gesetz mit dem äusserst verlogenen Titel: "Bundesteilhabegesetz".