Elbphilharmonie lädt alle ein

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

Elbphilharmonie
Elbphilharmonie
Bild: Sophie Wolter

Hamburg (kobinet) Am 11. und 12. Januar 2017 wird die Elbphilharmonie in der HafenCity eröffnet. Mitten im Strom der Elbe steht auf rund 1.700 Stahlbetonpfählen ein Gebäudekomplex, der neben drei Konzertsälen ein Hotel, 45 Wohnungen sowie die Plaza und einen frei zugänglichen Platz in 37 Metern Höhe mit 360°-Panorama über die Stadt, beheimaten. Das Herzstück der Elbphilharmonie ist zugleich eine der derzeit spannendsten baulichen Herausforderungen Europas: Ein Konzertsaal von Weltklasse auf einer Höhe von 50 Metern mit 2.100 Plätzen, der aus Schallschutzgründen vom restlichen Gebäude entkoppelt ist. Die Elbphilharmonie ist damit unbestritten eines der herausragenden Sehenswürdigkeiten der an Attraktionen nicht gerade armen Hansestadt an Elbe und Alster.

Sowohl im neuen Konzerthaus am Hafen als auch in der traditionsreichen Laeiszhalle am Johannes-Brahms-Platz soll der Besuch für Menschen mit Behinderungen so angenehm wie möglich gestaltet werden.  Dazu stehen Informationen zu den verfügbaren Parkplätzen und den barrierefreien Eingängen sowie zum Zugang durch Rollstuhlnutzer und mobilitätseingeschränkte Besucher zur Plaza, dem großen und dem kleinen Saal und auch zu den Kaistudios zur Verfügung. Auf dem Vorplatz der Elbphilharmonie beginnt ein taktiles Bodenleitsystem, das sehbehinderte Besucher auf die einzelnen Etagen führt. Besucher mit Führhund sollten bei der Buchung des Besuchs darauf hinweisen. Wer ein Hörgerät nutzt, sollte im Großen Saal darauf achten, dass er für die Bereiche E, I oder K bucht - diese sind mit einer Induktionsschleife versehen. Für den Besuch des kleinen Saal stehen an der Garderobe Kopfhörer zum Verleih zur Verfügung.

Zwar wird die Elbphilharmonie erst zum Beginn des Jahres 2017 offiziell eröffnet, bereits jetzt gibt es jedoch die Möglichkeit, das Haus zu besichtigen oder ein Konzert zu besuchen.  Das entsprechende Programm kann im Internet nachgelesen werden. Für alle, die weitere Details zur Barrierefreiheit der Elbphilharmonie Hamburg wünschen oder benötigen, gibt es ebenfalls im Internet weitere Informationen dazu.

Lesermeinungen zu “Elbphilharmonie lädt alle ein” (3)

Von Alexander Drewes

Es fällt schon signifikant auf, dass die kobinet-nachrichten in letzter Zeit häufiger Texte zu verwenden scheinen, die nicht oder nur sehr unzureichend redigiert sind. Dass die Elbphilharmonie in mehrerlei Hinsicht ein massives Prolem in Bezug auf das Thema Barrierefreiheit hat, kann eigentlich jedem bekannt sein, der sich mit dem Projekt auch nur ansatzweise auseinandergesetzt hat (lange und intensiv genug war es ja aufgrund vielfältiger Finanzierungsfragen in den Medien). Und man musste dazu noch nicht einmal das relevantes örtliche Zeitungsmedium, also das "Hamburger Abendblatt" nutzen, um an diese Informationen zu gelangen.

Von Lesebrille

"Barrierefreie" Eingänge

Großer Saal / Brahms-Foyer: Gorch-Fock-Wall
Das Brahms-Foyer ist nur mit Rollstühlen zum Falten oder unter 75 cm Breite zugänglich.

Kleiner Saal / Studio E: Künstlereingang Dammtorwall 46
Der Kleine Saal ist nur mit Rollstühlen zum Falten oder unter 68 cm Breite zugänglich.
(Text findet sich unter "Details zur Barrierefreiheit")

Den Text kann ich nur als schlechten Scherz verstehen. Was will mir "Rollstühle zum Falten" sagen? Ich sitze in dem Rollstuhl drin, wenn ich in ein Konzert oder ähnliches gehe. Bisher wurde von mir jedoch nicht erwartet, dass ich als Rollstuhlinhalt faltbar wäre, was dieser Text jedoch irgendwie voraussetzt... .

Von Christiane

Was ist denn das für ein einseitiger Text? Während das Abendblatt über die Mängel bei der Barrierefreiheit der Elbphilharmonie berichtet, macht Ihr auf Jubelperser? http://www.abendblatt.de/hamburg/elbphilharmonie/article208893405/Die-Elbphilharmonie-leidet-unter-Startschwierigkeiten.html