Behindertenbewegung in der Empörungsdemokratie
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
Bild: M+M Buddenbohm
Hamburg (kobinet) "Die Behindertenbewegung in der Empörungsdemokratie: Das Spiel nicht mitspielen", so lautet der Titel eines Blogeintrags von Heiko Kunert aus Hamburg, in dem er sich u.a. mit der Art und Weise der Kommunikation in sozialen Medien beschäftigt.
"Shitstorms, Hate Speech, Fake News sind Schlagworte unserer Zeit. Nun sind die dahinter stehenden Mechanismen alles andere als neu, in einer vernetzten 24/7-Echtzeit-Kommunikation, in der jeder jederzeit Empfänger und Sender ist und in der die Grenze von Information und Kommentar de facto nicht mehr existiert, sind sie aber deutlich präsenter und wirkungsmächtiger als früher. Hinzu kommen politische, soziale und ökonomische Verwerfungen weltweit, die ein Klima der Empörung begünstigen. Nicht zu Unrecht spricht der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen davon, dass wir inzwischen in einer Empörungsdemokratie leben. Der Spiegel widmete diesem Phänomen zu seinem 70. Magazin-Jubiläum gleich eine ganze Titelgeschichte und fragte, ob wir kurz vor einer Revolution stünden", schreibt Heiko Kunert in der Einführung zu seinem Blogbeitrag.
