Freiburger Verein unterstützt Barrierefreiheit

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

Leiterin der Tourist-Info Ihringen im Alterssimulationsanzug beim Besteigen eines Niederflurbusses
Leiterin der Tourist-Info Ihringen im Alterssimulationsanzug beim Besteigen eines Niederflurbusses
Bild: G. Hartmann

Freiburg (kobinet) Der in Freiburg im Breisgau ansässige Verein "Lebensraum für Alle" unterstützt die Arbeit für mehr Barrierefreiheit in dieser Region. Der gemeinnützige Verein ist aus der Initiative „Freiburg für Alle“ hervorgegangen und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit barrierefreien und generationenfreundlichem Produkten und Dienstleistungen. Nun unterstützt er auch den Erwerb des Gütesiegels "Reisen für Alle" in Baden-Württemberg.

Baden-Württemberg ist eines der wenigen Bundesländer, die sich bisher noch nicht dem bundesweiten Gütesiegelsystem für barrierefreien Tourismus  „Reisen für Alle“ angeschlossen haben. Da man sich aber im Tourismus in der Region aufgrund des demografischen Wandels auf veränderte Gäste-Bedürfnisse einstellen muss, um weiterhin als Reiseziel "Für Alle" attraktiv zu bleiben, haben sich der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe (FWTM) zusammengetan, um die touristischen Partner frühzeitig für das Thema Barrierefreiheit zu sensibilisieren.

Der Verein "Lebensraum für Alle" ist kompetenter Partner dieses Bemühens um zertifizierte Barrierefreiheit. Mit seinen bisherigen Arbeiten für ein Freiburg für alle und in weiteren Städten der Region haben sich die Vereinsmitglieder dazu viel Wissen und Erfahrungen erarbeitet. Nach den ersten Schulungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Tourist-Informationen, die vom Verein  durchgeführt wurden, luden sie kürzlich zur Tagung „Wirtschaftsfaktor Barrierefreiheit – Reisen für Alle“ in den Kursaal nach Bad Krozingen ein. Rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen, wurden vom Kurdirektor über bereits vorhandene barrierefreie Angebote informiert und lernten die Erfahrungen mit den barrierefreien Angeboten von Hotels und Cafés kennen.

In den Tagungspausen konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Hilfe des Altersanzugs und der Blindenbrillen auf dem Rolli- und Rollstuhlparcours von Lebensraum für Alle in die Haut von Älteren und Menschen mit Behinderungen versetzen oder sich einen Niederflurbus mit Rampe der Südbaden Bus GMBH anschauen und so selbst erfahren, welche Bedingungen für die Barrierefreiheit unerlässlich sind.

Die Tagung veranschaulicht, dass es sich für mehr Komfort für das Gästepotential der Zukunft lohnt, in größerem Umfang mit dem Umbau zur Barrierefreiheit zu beginnen. Auch der Dezernatsleiter für Kultur und Tourismus machte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Mut, das Thema Barrierefreiheit anzugehen. Der Verein "Lebensraum für Alle" wird, so wurde kobinet versichert, diesen Weg gern mit seinen Möglichkeit weiterhin unterstützen.