Keine Perspektive trotz Beschäftigungszuwachs

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

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Bild: omp

Düsseldorf (kobinet) Trotz guter Konjunktur und anhaltendem Beschäftigungszuwachs haben in Nordrhein-Westfalen rund 324.000 Langzeitarbeitslose so gut wie keine Chancen auf eine Rückkehr ins Berufsleben. "Das gilt insbesondere für knapp ein Drittel der Betroffenen, bei denen mehrere Vermittlungshemmnisse wie eine geringe Qualifikation, eine Behinderung oder ein höheres Lebensalter vorliegen", machte der Vorsitzende des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen, Horst Vöge, in Düsseldorf deutlich und appellierte an die neue Landesregierung: "Nur ein dauerhaft geförderter Arbeitsmarkt kann besonders benachteiligten Personengruppen eine wirkliche Perspektive geben."

Die Antwort der nordrhein-westfälischen Landesregierung zur Zukunft entsprechender Modellprojekte in Essen, Duisburg und Gelsenkirchen ist nach Ansicht des VdK unbefriedigend. Die im Koalitionsvertrag der Landesregierung angekündigte Entwicklung von Beschäftigungsmodellen sowie von Bundesratsinitiativen zur Anrechnung und Begrenzung von Einkommen reichen aus Sicht des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen nicht aus. "Bundesweit erhielt im vergangenen Jahr lediglich jeder zehnte Langzeitarbeitslose ein Förderangebot zur beruflichen Eingliederung. Dabei sind die Potenziale der Betroffenen gerade vor dem Hintergrund der älter werdenden Bevölkerung sowie des wachsenden Fachkräftebedarfs unverzichtbar", betonte der Vorsitzende des VdK Nordrhein-Westfalen. "Von der persönlichen Unterstützung durch Coaches, wie sie sich in der Vergangenheit im Rahmen eines Modellprojekts in unserem Bundesland bewährt hat, profitiert demnach nicht nur der Einzelne, sondern die ganze Gesellschaft", so Horst Vöge. "Damit Langzeitarbeitslose und ihre Familien weder heute noch im Alter am Existenzminimum leben und auf staatliche Unterstützung angewiesen sind, brauchen wir dringend mehr Mittel für nachhaltige Programme zur Wiedereingliederung."