Aktionstag für Assistenz im Krankenhaus
Veröffentlicht am von Franz Schmahl
Bild: ambulante dienste
Für Menschen mit Behinderungen und hohem Hilfebedarf ist Assistenz im Krankenhaus überlebenswichtig, wird aber nur teilweise oder gar nicht finanziert. Der Berliner Assistenzverein ambulante dienste hat deshalb zu einem Aktionstag am 26. Oktober aufgerufen. Um 18 Uhr beginnt am Heinrichplatz in Kreuzberg eine Kundgebung. Um 19 Uhr fängt ganz in der Nähe im SO36 eine Soli-Party statt. Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten. Unter der Parole "Assistenz gestrichen? Mit uns nicht!" gibt es auf einer eigens eingerichteten Webseite zum Aktionstag weitere Informationen, ein Video und Erfahrungsberichte von Betroffenen.

Von Dr. Theben
Eine sehr wichtige Aktion mit der ich mich politisch und rechtlich voll solidarisiere. Ich halte die unterschiedliche Behandlung von behinderten Arbeitgebern und anderen Nutzern persönlicher Assistenz für einen Verstoß gegen den verfassungsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz, da sachlich nicht gerechtfertigt und unverhältnismäßig.
Politisch erwarte ich eine, auch durch finanzielle Unterstützung geprägte, Solidarisierung der großen Träger der Behindertenhilfev da diese, im Falle eines Krankenhausaufenthaltes für ihre Bewohner/ Kunden ein sog. Freihaltegeld erhalten.
Solidarische Grüße
Dr. Martin Theben