Organspende braucht Aufklärung und Vertrauen
Veröffentlicht am von Franz Schmahl
Bild: DSO
Frankfurt am Main (kobinet) Die Deutsche Stiftung Organtransplantation hat vor dem "Tag der Organspende" am 1. Juni für mehr Aufklärung und Vertrauen geworben. Unter dem Motto "Richtig. Wichtig. Lebenswichtig." machen sich an diesem Tag Patientenverbände und zahlreiche Institutionen für das Thema Organspende stark. Vereint rufen dazu auf, sich gerade jetzt mit der Frage der Organspende auseinanderzusetzen und möglichst vorurteilsfrei eine selbstbestimmte Entscheidung zu treffen.
"Nach dem dramatischen Rückgang der Organspenden im vergangenen Jahr, sind die Patienten auf der Warteliste umso dringender auf die Solidarität ihrer Mitmenschen angewiesen", erklärt Dr. jur. Rainer Hess, Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation, in einer Pressemitteilung. "Die Organspende rettet Leben und bleibt daher für die Betroffenen das wertvollste Geschenk."
Mit Bekanntwerden der Datenmanipulationen an einzelnen Transplantationszentren sank in Folge dessen auch die Bereitschaft zur Organspende. Der diesjährige Tag der Organspende soll für möglichst viele Menschen ein Anlass sein, erneut auf das Thema zuzugehen, sich zu informieren und eine eigene Meinung zu bilden. Eine Entscheidung zu Lebzeiten wird als wichtig erachtet, um im Falle eines Falles nicht den Angehörigen diese schwierige Frage zu überlassen.
Während bundesweit etwa 12.000 schwer kranke Patienten auf eine neue Niere, ein Herz, eine Leber oder eine Lunge warten, kann nur etwa jedem Dritten mit einer Transplantation geholfen werden. Seit mittlerweile 31 Jahren verfolgt der Tag der Organspende das Ziel, mehr Menschen für dieses lebenswichtige Thema zu sensibilisieren und darüber aufzuklären.
