Rollstuhlbasketball war der Höhepunkt

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Rollstuhlbasketball - Kölner siegten
Rollstuhlbasketball - Kölner siegten
Bild: Rolf Barthel

Berlin (kobinet) Die Endspiele im Rollstuhlbasketball brachten heute den erwarteten Höhepunkt des Schulsportwettbewerbs Jugend trainiert für Olympia und Paralympics. Vor der Abschlussfete in der Berliner Max-Schmeling-Halle feuerten hier die Mädchen und Jungen mit und ohne Behinderungen die Akteure auf dem Spielfeld zu Höchstleistungen an. Am Ende waren die Kölner vor den Schwaben und den Berlinern die Besten.   

Berlin war allseits gelobter Gastgeber eines sportlichen Großereignisses, an dem dreieinhalbtausend junge Sportler und ihre Betreuer sowie viele Besucher teilnahmen. Seit April vergangenen Jahres ist die Deutsche Bahn Hauptsponsor der beiden Wettbewerbe "Jugend trainiert für Olympia" und "Jugend trainiert für Paralympics". Das Frühjahrsfinale beider Wettbewerbe wurde erstmals gemeinsam ausgetragen. Das war eine besondere Herausforderung für die Bahn, die An- und Heimreise übernahm, die Unterbringung und die Organisation der Veranstaltung an drei Wettkampforten unterstützte. Dabei auch das Rollstuhlbasketball-Turnier in Berlin abzusichern, war logistisch anspruchsvoll, erfuhr kobinet vom Leiter Sponsoring, Marketing- und Medienkooperation der Bahn, Georg van der Vorst. Neben der Beförderung mit der Bahn hat das Unternehmen Busse gechartert.

In der Max-Schmeling-Halle hatte beim Frühjahrsfinale Goalball eine von Journalisten viel beachtete Premiere. Die weltweit verbreitete Ballsportart für Menschen mit Sehbehinderung ist seit 1976 paralympisch, aber bisher ohne deutsche Beteiligung. Auf einem 18 x 9 Meter großen Spielfeld versuchen 3 Spieler eines Teams den Ball ins gegnerische Tor zu werfen. Die bis zu 70 Kilometer in der Stunde schnellen Bälle müssen mit extremen Körpereinsatz abgewehrt werden. Das Tor ist immerhin 9 Meter breit.

Bei dem Demonstrationswettkampf überzeugten die Leipziger vom L.E. Sport e.V., der am 23. November die Deutsche Jugendmeisterschaft ausrichtet. Trainer ist Tino Thomas, Sportlehrer am Förderzentrum für Blinde und Sehbehinderte. Auf www.goalball.de wird für eine Bundesliga in dieser Sportart geworben. Ziel ist ein regelgerechter Wettkampfbetrieb, ohne den eine künftige Teilnahme an den Paralympics nicht möglich ist.