MDR Magazin Exakt berichtet über Vermögensanrechnung

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Nancy Poser
Nancy Poser
Bild: Nancy Poser

Leipzig (kobinet) In den letzten Wochen hat die Tatsache, dass bei den meisten sozialen Leistungen für behinderte Menschen das Einkommen und Vermögen angerechnet wird, zu einer Reihe von Berichten in den Printmedien sowie im Rundfunk und Fernsehen geführt. Am 28. August berichtet nun das Fernsehmagazin Exakt des MDR ab 20.15 Uhr über die finanzielle Situation von behinderten Menschen, die auf Persönliche Assistenz angewiesen sind.

Am Beispiel der Trier Richterin Nancy Poser zeigt der Fernsehbericht auf, was es heißt, wenn das Einkommen und Vermögen für die Persönliche Assistenz eingesetzt werden muss und wie nötig gesetzliche Regelungen zur sozialen Teilhabe sind, die einkommens- und vermögensunabhängig sind. In einem Beitrag für die Kampagne für gesetzliche Regelungen zur sozialen Teilhabe hat Nancy Poser, die an der Entwicklung des Entwurfs des Forums behinderter Juristinnen und Juristen für ein Gesetz zur Sozialen Teilhabe mitgewirkt hat, ihre Situation wie folgt geschildert:

"Ich habe eigentlich alles getan, was in meinen Kräften stand, um ein erfolgreiches Leben zu führen: Abi mit 1,0, zwei Jura-Prädikatsexamen, Job als Richterin, mehrere Ehrenämter. Ich stehe sozusagen mitten im Leben. Aber ist diese Teilhabe gleichberechtigt, wenn ich - um meine Assistenz 'gewährt' zu bekommen - nicht mehr als 2.600 Euro ansparen darf? Wenn ich bei Autoreparaturen meine Eltern anpumpen und auf Urlaubsreisen verzichten muss? Wenn ich nie mit meinem Partner auch nur das Zusammenleben testen darf, ohne ihn arm zu machen?"

Berichtet wird in dem Beitrag auch vom Ehepaar Claaßen-Fischer, das aus Baden-Württemberg nach Berlin umgezogen ist.

Link zum MDR Magazin Exakt