Inklusive Seelsorge im Bistum Trier
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
Bild: Bistum Trier
Trier (kobinet) Im Bereich der Behindertenseelsorge im Bistum Trier gibt es ab jetzt sechs Männer und Frauen, die sich hauptamtlich für eine "inklusive Seelsorge" einsetzen. Vier Pastoralreferenten, eine Gemeindereferentin und ein Priester bereiten vor Ort neue Wege vor, damit alle Menschen in Kirche und Gesellschaft gleichsam teilhaben können. Dabei orientiert sich das Angebot an der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen, heißt es auf der Internetseite des Bistums Trier.
Die Aufgabe der Seelsorgerinnen und Seelsorger sei es, Formen zu entwickeln, wie Menschen mit Beeinträchtigungen noch stärker eingebunden werden in das gemeinschaftliche Leben, erklärt Brigitte Scherer, im Bistum Trier zuständig für die Behindertenseelsorge. Und das nicht wie bisher eher zentral von Trier aus, "sondern in der Fläche", über das ganze Bistum Trier verteilt. "Es geht dabei nicht um etwas flächendeckendes und einheitliches, sondern um ein buntes und vielfältiges gemeindliches Leben", sagte Brigitte Scherer. "Jeder kann und soll mitmachen."
Die sechs SeelsorgerInnen sollen "Räume schaffen, die für alle Menschen zugänglich sind", heißt es in dem Beitrag über das neue Angebot. Dabei orientierten sie sich an der Situation vor Ort, greifen bestehende Angebote auf und entwickeln sie weiter oder bringen neue Ideen ein: Von besonderen Gottesdienstformen, über Gebete in leichter Sprache, bis zum Freizeitprogramm für Menschen mit und ohne Behinderung. In Deutschland leben laut Bundesamt für Statistik 8,7 Millionen Menschen mit einer anerkannten Behinderung. Das entspricht etwa jedem Zehnten. Das Angebot der Behindertenseelsorge im Bistum Trier richtet sich an alle Interessierten, unabhängig von der Religion. "Der Blick soll auf alle Menschen gehen, alle sollen teilhaben", sagte Brigitte Scherer in dem Beitrag auf der Internetseite des Bistums Trier, wo auch ein Wortbeitrag von Brigitte Scherer zum Thema zu hören ist.

Von petermusti
Die pastorale Betreung von Menschen, die in Heimen der Lebenshilfe wohnen, sehe ich kritisch. Ich habe den Verdacht, dass in dieser Hinsicht vieles in guter Absicht getan wird, bekanntlich aber gut gemeint oft das Gegenteil von gut ist.
Verdächtigungen allein genügen nicht, weshalb ich mit Frau Scherer und Frau Tholl schon vor Wochen einen Termin im Januar vereinbart habe um über diese Thematik ein offenes Gespräch zu führen.