Sichtbar werden im weltweiten Protest gegen Gewalt
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
Bild: onebillionrising
Kassel (kobinet) Am 14. Februar sind wieder weltweit Frauen und Männer aufgerufen, ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu setzen. Im Rahmen der Kampagne "One Billion Rising for Justice" (eine Milliarde erheben sich für Gerechtigkeit) finden am 14. Februar überall auf der Welt Aktionen zum Streiken, Tanzen, Singen, Lautsein, Trommeln statt, um ein Signal gegen sexistische Übergriffe, Unrecht und Gewalt an Frauen zu setzen. Darauf hat das Weibernetz hingewiesen.
Es sollen 1 Milliarde Menschen auf die Straße gehen, weil jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens Gewalt erfährt; das sind weltweit mehr als eine Milliarde Frauen. Damit ist laut Organisatorinnen die Wahrscheinlichkeit, als Frau vergewaltigt zu werden oder Gewalt durch den Partner ertragen zu müssen, höher, als an Krebs oder Malaria zu erkranken oder an einem Verkehrsunfall beteiligt zu sein.
In Deutschland finden Aktionen in über 120 Orten statt. Überall wird zu dem Kampagnensong "Break The Chain" (Spreng die Ketten) nach einer einheitlichen Choreographie getanzt, gesungen und auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam gemacht. Zudem gibt es drei zentrale Forderungen von bundesweiten Frauenverbänden:
1. Rechtsanspruch auf Schutz und Unterstützung für Betroffene von häuslicher und sexualisierter Gewalt gesetzlich festschreiben!
2. Eigenständige Existenz von benachteiligten Gruppen und Überlebenden von Gewalt und Menschenhandel sichern!
3. Diskriminierende Darstellung von Frauen und Männern in den Medien unterbinden!
Das Weibernetz unterstützt die Forderungen und die Kampagne und ruft Frauen mit Beeinträchtigung auf: "Macht mit! Lasst uns behinderte Frauen und Mädchen sichtbar werden!" Denn behinderte Frauen sind noch häufiger von Gewalt betroffen. Jede zweite Frau mit Beeinträchtigung erlebt im Laufe ihres Lebens Gewalt. "Lasst uns deshalb gemeinsam in dieser weltweiten Aktion tanzen, singen, lautsein und auf unsere Situation aufmerksam machen", heißt es vonseiten des Weibernetzes.
Es gibt auch eine Tanzversion für Frauen im Rollstuhl, gehbehinderte Frauen und alle, die sich im Sitzen an dem Tanz zu "Break The Chain" beteiligen möchten. Diese kann auf der offiziellen Webseite http://www.onebillionrisingforjustice.de/break-the-chain.html (ganz unten links) angeschaut werden.
"Am besten ist es natürlich, den Tanz vorher gemeinsam zu üben", rät Martina Puschke vom Weibernetz. In Kassel lädt das Weibernetz deshalb am 4. und 11. Februar jeweils um 18.30 Uhr interessierte Frauen ins Zentrum für selbstbestimmtes Leben ein, die Tanzversion im Sitzen zu üben. "Wir hoffen, dass wir am 14. Februar in großer Vielfalt gemeinsam tanzen und damit Teil einer weltweiten Kampagne sind!“

Von Lesebrille
Na super... ich habe den Link übersehen! (Brauch' ein neues Lesebrillchen... *argh*) Es ist die gleiche Choreog..
Von Lesebrille
Danke an die Mitfrauen, die Idee finde ich klasse!!
Ich habe es letztes Jahr in unserer Stadt mitgetanzt und dafür eine Mischung aus der Choreografie für FussgängerInnen und der unten angezeigten für Menschen im Sitzen genutzt. Es war der reine Wahnsinn!!! Die jüngsten Mädchen waren um die 10 und die Ältesten unter den Frauen hatten bereits die 70 hinter sich gelassen.
Wer nicht nach Kassel fahren kann und eine gute Choreografie braucht, hier die Adresse:
http://www.youtube.com/watch?v=5rYjWFXnlMI
Da findet man auch die klassische Choreografie.
Tanzt mit! Habt Mut! One Billion rising!!!
Liebe Grüsse nach Kassel