Konflikt um Inklusionskosten nicht auf Rücken der Kinder austragen

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

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Bild: SoVD

Düsseldorf (kobinet) Zum Konflikt zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und den Kommunen um die Kosten der inklusiven Bildung tritt die Landesvorsitzende des Sozialverbandes Deutschland Nordrhein-Westfalen (SoVD) Gerda Bertram dafür ein, dass der Streit nicht auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird.

"Der SoVD Nordrhein-Westfalen hält die Diskussion um die Kosten für die Umsetzung der inklusiven Bildung für überzogen. Der Landeshaushalt für 2014 beträgt 62 Milliarden Euro. Davon erhalten die Kommunen für verschiedene Aufgaben, die sie erfüllen, fast 20 Milliarden Euro, rund 15 Milliarden Euro gehen an die Schulen. Im Zeitraum, den der Bildungsforscher Klaus Klemm berechnet hat, entstünden für die nächsten drei Jahre 'Inklusionskosten' von rund 100 Millionen Euro. Wir appellieren daher an das Land und die Kommunen, konstruktiv nach Lösungen zu suchen und die Inklusion nicht aus strategischen Gründen auszubremsen. Der Konflikt darf nicht auf dem Rücken der Kinder und Jugendlichen ausgetragen werden. Das Recht auf gemeinsamen Unterricht ist ein Menschenrecht und Menschenrechte nach Kassenlage kann es nicht geben", so Gerda Bertram.

Lesermeinungen zu “Konflikt um Inklusionskosten nicht auf Rücken der Kinder austragen” (1)

Von behindertenrecht

Langsam muss sich auch fragen, warum man so.. viele Milliarden braucht, um Menschenrechte für ALLE herzustellen .

Denn da muss bisher Vieles falsch gemacht wurden und viel zu viele Sonderwelten aufgebaut, die ja nicht nur Menschen ausgrenzen sondern auch viele Milliarden gekostet haben .