Zeit zum Handeln

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

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Bild: Weibernetz e.V.

Kassel (kobinet) Die UN-Behindertenrechtskonvention ist für die politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V. "nach wie vor das Beste, was behindertenpolitisch je geschrieben wurde". In einer Presseerklärung betont das Weibernetz heute: "Lasst uns entsprechend handeln!" Nie zuvor haben sich so viele Verbände wie der Deutsche Frauenrat, aber auch Frauenberatungsstellen, Frauennotrufe und Frauenhäuser vor Ort für die Rechte von Frauen mit Behinderung eingesetzt. Jetzt kennen die meisten von ihnen die Grundsätze der UN-Konvention und argumentieren mit ihr.

"Grundsätzlich muss jedoch festgehalten werden: Es wurde in den letzten 5 Jahren viel geredet; es wurden viele Veranstaltungen durchgeführt und viel Papier produziert. Einiges war sicherlich nötig; doch der erste große Elan behinderter Menschen und ihrer Verbände wurde auch gehörig ausgebremst", heißt es in der Presseerklärung. "Jetzt muss endlich gehandelt werden! Die soeben begonnene neue Legislaturperiode ist ein guter Zeitpunkt. Und zwar mit echter inhaltlicher Beteiligung (Partizipation), vor dem Hintergrund von Artikel 6 und weiterer, gerade auch mit der Selbstvertretung behinderter Frauen. Die Handlungsaufträge sind alle formuliert. Sie müssen nicht ständig wiederholt und neu erfunden werden. Wir empfehlen die Forderungen des Parallelberichts, der Positionspapiere des Inklusionsbeirats sowie des Deutschen Behindertenrats."

Lesermeinungen zu “Zeit zum Handeln” (2)

Von behindertenrecht

Assistenz und Inklusion scheint ja bereits in der deutschen Übersetzung der UN-BRK "vergessen" wurden .

Von behindertenrecht

Mehr redet, veranstaltet und Papaier produziert um einen UN-Vertrag umzusetzen, wie in den letzten fünf Jahren, wurde glaube ich tatsächlich noch nie .
Und das Beste an der UN-BRK ist gerade nicht das Geschriebene in der deutschen Übersetzung, wie bereits auch die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen festgestellt hat .
Gerade für behinderte Menschen, ist es sehr belastend wenn soviel politische Arbeit und Klagen notwendig sind, die sie sich auch finanzell nicht mehr leisten können . Sie fühlen sich daher nicht nur ausgepremst, sondern nicht verstanden und unfair behandelt . Denn es gibt viele behinderte Menschen, die ohne persönliche Assistenz gar nicht teilnehmen können und daher in Heimen leben, obwohl sie Recht auf Inklusion mitten in der Gesellschaft haben und gerade bei sogenannten "geistig behinderten" Menschen, oftmals gar kein Gebäudeumbau notwendig ist, sondern ganz normaler Zugang ausreicht .