Neues Kita-Gesetz in Brandenburg
Veröffentlicht am von Franz Schmahl
Bild: Integrationsamt
Potsdam (kobinet) Als einen guten weiteren Schritt zur inklusiven Erziehung aller Kinder hat Landesbehindertenbeauftragter Jürgen Dusel die heute vom Brandenburger Landtag verabschiedete Novelle des Kitagesetzes bezeichnet. Davon profitieren auch Kinder mit Behinderungen und deren Eltern.
Dusel sagte heute in Potsdam:"Von der Novellierung profitieren insbesondere Grundschulkinder mit Behinderungen beim nachmittäglichen Hortbesuch. Das geänderte Gesetz stellt klar, dass für den behinderungsbedingten Mehrbedarf im Hort Einkommen und Vermögen der Eltern nicht mehr herangezogen werden. Damit hat das Land einen weiteren Schritt auf dem Weg hin zu einer inklusiven Erziehung und Bildung aller Kinder gemacht. Die betroffenen Familien werden die Neuregelung als Entlastung und Bestätigung ihrer Entscheidung für eine Beschulung ihres Kindes in einer Regelschule wahrnehmen, dies freut mich sehr!"

Von Nina Waskowski
Brandenburg macht´s vor! Bund, mach´s nach!
Das Land Brandenburg zeigt hier dem Bund, wie man mit gutem Willen und Sachverstand sehr wohl die Rechte der Menschen mit Behinderungen umsetzen kann.
Bevor nun vor Verzweiflung alle Menschen mit Behinderungen Deutschlands nach Brandenburg umziehen, um sich dort wieder einschulen zu lassen und einen ganztägigen Hortbedarf anzumelden, sollte sich der Bund ernsthaft überlegen, endlich seiner Pflicht nachzukommen!
Eine weitere Legislaturperiode dürfen weder Kinder noch Erwachsene mit Behinderungen im Regen stehen gelassen werden. Das Land Brandenburg konnte hier in einem gekonnten und mutigen Vorgriff den Kindern helfen bis der Bund die notwendigen gesetzlichen Regelungen schafft. Jedoch kann und darf es nun nicht sein, dass unsere inklusiv beschulten Kinder von jetzt an 10 Jahre lang mit ihren nichtbehinderten Freunden in ihrem sozialen Umfeld gemeinsam leben, spielen und lernen dürfen, um anschließend ins Heim ziehen und in der Werkstatt arbeiten zu müssen, weil der Bund noch immer nicht den Schritt in die richtige Richtung fand. So ist umgehend und bundesweit eine inklusive Bildungslandschaft, ein inklusiver Arbeitsmarkt sowie ein inklusiver Sozialraum zu schaffen, in dem ein selbstbestimmtes Leben mit bedarfsdeckender einkommens- und vermögensunabhängiger Assistenz in den eigenen 4 Wänden möglich ist! Hier ist der Bund in der Pflicht!
Unsere Kinder haben auch nach der Schulzeit ein Recht darauf, gemeinsam zu lernen, zu arbeiten und ihre Zeit miteinander zu verbringen!
Brandenburg macht´s vor! Bund mach´s nach, mach´s für alle und vor allem: mach´s jetzt inklusiv!
Nina Waskowski
(privat)