Selbstvertretung braucht Ressourcen
Veröffentlicht am von Franz Schmahl
Bild: omp
Bozen (kobinet) Dass eine gute Selbstvertretung von behinderten Menschen auch entsprechende Ressourcen braucht, darauf wies People First Südtirol beim Zusammentreffen mit den Rheinland-Pfälzern auf ihrer Inklusionstour hin. Gemeinsam mit Frauen und Männern der Selbsthilfe aus Südtirol ging es mit dem barrierefreien Bus in die atemberaubende Bergwelt Südtirols, berichtet heute kobinet-Reporter Ottmar Miles-Paul.
Für die Selbstvertretung von Menschen mit Lernschwierigkeiten in Südtirol sei vieles möglich, wenn die entsprechende Unterstützung dafür zur Verfügung gestellt wird. People First engagiert sich seit über zehn Jahren für die Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Lernschwierigkeiten in Südtirol. Nach anfänglichem Ignorieren der Bewegung werden die Selbstvertreter zunehmend zu Gesetzesvorhaben befragt und auch entsprechend gefördert.
In Bozen hat die Organisation, die auch mit Mensch zuerst in Deutschland eng zusammen arbeitet, ihr Büro. 2013 hat People First eine Broschüre zur Wahl in Leichter Sprache erstellt und Workshops zur Wahl in einer Reihe von Werkstätten für behinderte Menschen mit Rollenspielen durchgeführt. Einfach nur eine Broschüre zu bekommen, sei für viele Menschen mit Lernschwierigkeiten zu wenig gewesen.
VertreterInnen des Blindenverbandes und von Körperbehinderten nahmen zudem an der beeindruckenden Seilbahnfahrt von Bozen nach Oberbozen teil und tauschten sich mit den Gästen aus Rheinland-Pfalz aus. Heute tritt die Delegation unter Anführung des rheinland-pfälzischen Landesbehindertenbeauftragten Matthias Rösch die Rückfahrt nach Deutschland an. Matthias Rösch hat die Inklusionstour mit seinen Eindrücken in seinem neuen Blog unter http://inklusion-blog.rlp.de dokumentiert.
