Neue Internetseite Unsere WegbereiterInnen online

Veröffentlicht am von Gerhard Bartz

Rollstuhlfahrer durchbricht Mauer und grüßt vom Horizont zurück
Rollstuhlfahrer durchbricht Mauer und grüßt vom Horizont zurück
Bild: Bernd Füllenbach

Hollenbach (kobinet) Im Internet gibt es eine neue Seite, mit ihr wird an verstorbene Aktivisten der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung erinnert. Die Internetadresse lautet http://www.unsere-wegbereiter.de, Fehlende Namen können mitgeteilt werden. Auf der Startseite ist zu lesen: "Sie haben mitgeholfen, den Weg zu bereiten, auf dem wir uns heute in der Politik für behinderte Menschen, aber auch in unserem eigenen Leben vorwärts bewegen. Durch sie sind wir der Inklusion ein Stückchen näher gekommen. Viele dieser Aktiven sind zwischenzeitlich von uns gegangen. 'Wir werden Ihnen ein ehrendes Gedenken bewahren', ist in unzähligen Nachrufen zu lesen. Mit der Seite "Unsere WegbereiterInnen" möchten wir das Gedenken etwas unterstützen. Wir suchen in unserem Stadtteil oder auf unserem Dorf einen Friedhof auf, um uns an verstorbene Familienangehörige oder einfach nur uns bekannte Menschen zu erinnern. Nun haben wir einen deutschlandweiten virtuellen Friedhof eingerichtet, der ebenfalls zu einem "Spaziergang" einlädt."

Es wurde Zeit!

Gedanken von kobinet-redakteur Gerhard Bartz

Bereits im Jahr 1999 entstand der Gedanke, verstorbenen Aktivistinnen und Aktivisten eine zentrale Gedenkstätte zu widmen. Nach dem Tod von Ingolf Österwitz schrieb Ottmar Miles-Paul einen sehr nachdenklichen Beitrag "Zu spät? oder "Mehr Respekt für unsere Arbeit zu Lebzeiten?". Zu diesem Respekt gehört auch, dass Erfahrungen der Verstorbenen nicht gänzlich verloren gehen. Doch diese sind weit verstreut und nur mit Detailkenntnissen per Suchmaschinen aufzufinden. Verschiedene Anläufe blieben stecken, Meist scheiterte es an der Trägerschaft, zuletzt fast nochmal am Namen der Seite. Jetzt wurden eine Firma und ein kreativer Mensch gefunden, der die Seite gestaltet hat. Beiden (s.Impressum) herzlichen Dank! Im Moment sind 16 Frauen und Männer eingetragen. Weitere Eintragungen sind bereits angekündigt. Um die Eintragungen soll auch nicht gestritten werden. Wichtig ist, dass die angeforderten Daten mitgeteilt werden. Ob die Mitarbeit im hohen Umfang geleistet wurde oder in einem geringen, spielt keine große Rolle. Über die mitgelieferten Links sollte man sich ein Bild des Menschen machen können, an den hier gedacht wird.