Berichte über Benachteiligungen
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
Bild: bartjez portrait photography
Kassel (kobinet) Weshalb ein Bundesteilhabegesetz längst überfällig ist, machen eine Reihe von Beispielen deutlich, über die vor kurzem in den Medien berichtet wurden. Jonas Pioch aus Landsberg hat zum Beispiel gerade sein Jurastudium mit Prädikatsexamen abgeschlossen. Jetzt will er sein Referendariat machen, danach unbedingt arbeiten. Obwohl Ehrgeiz, Engagement und ein hohes Einkommen sich für ihn finanziell nicht lohnen werden, denn er darf aufgrund seines Assistenzbedarfs nur maximal 2.600 Euro ansparen.
Über die Situation von Jonas Pioch, der sich auch in der Politik engagiert, hat das Fernsehmagazin Kontrovers des Bayerischen Rundfunks Ende Juli berichtet. Dabei kommt auch Constantin Grosch zu Wort, der im Frühjahr über 125.000 Unterschriften an die Bundestagsvizepräsidentin Ulla Schmidt und die behindertenpolitischen SprecherInnen der Bundestagsfraktionen in Berlin übergeben hat. Er weist darauf hin, dass Liebe arm macht, da auch PartnerInnen und Partner von behinderten Menschen, die Leistungen für ihre Assistenz vom Sozialamt bekommen, arm gemacht werden.
Link zum Fernsehbericht in Kontrovers
Ende September hat darüber hinaus das Fernsehmagazin Sehen statt hören des Bayerischen Rundfunks unter dem Motto "Kommunikation ist kein Luxus" über die Probleme gehörloser Menschen bei der Teilhabe am Arbeitsleben und über die Notwendigkeit des Teilhabegeldes und des Bundesteilhabegesetzes berichtet.
Matthias Keitzer, der eine Petition unter dem Motto "Teilhabegesetz Jetzt" gestartet hat, die bereits über 17.000 UnterstützerInnen hat, hatte vor kurzem ebenfalls die Gelegenheit in einem längeren Interview zu erläutern, warum gehörlose und hörbehinderte Menschen bei der Kommunikation erheblich benachteiligt werden und ein Bundesteilhabegesetz dringend nötig ist. Dabei ging es auch um die Frage eines bundeseinheitlichen Teilhabegeldes.
In der Sendung "Zur Sache Baden-Württemberg" berichtete das SWR-Fernsehen ebenfalls vor nicht allzu langer Zeit über die Situation von Klaus Mück, der ebenfalls von der Anrechnung des Einkommens und Vermögens betroffen ist.
