Eingliederungshilfe angestiegen
Veröffentlicht am von Franz Schmahl
Bild: Statistisches Bundesamt
Wiesbaden (kobinet) Im Jahr 2013 erhielten in Deutschland rund 834 000 Personen Eingliederungshilfe für behinderte Menschen nach dem 6. Kapitel des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch (SGB XII). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute weiter mitteilt, stieg die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger gegenüber dem Vorjahr um 1,7 %.
Die Eingliederungshilfe hat die Aufgabe, eine drohende Behinderung abzuwenden, eine vorhandene Behinderung oder deren Folgen zu beseitigen beziehungsweise zu mildern und Menschen mit Behinderungen in die Gesellschaft einzugliedern.
Im Jahr 2013 waren die Empfängerinnen und Empfänger von Eingliederungshilfe für behinderte Menschen im Durchschnitt 33 Jahre alt. Gut 59 % der Leistungsbezieher waren Männer und knapp 41 % Frauen. Die Männer waren im Durchschnitt mit 32 Jahren jünger als die Frauen mit knapp 35 Jahren.
Die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen ist finanziell die mit Abstand wichtigste Hilfeart der Sozialhilfe: Im Jahr 2013 wurden hierfür 14 Milliarden Euro netto aufgewendet. Das war über die Hälfte (56 %) der gesamten Sozialhilfeausgaben in Höhe von 25 Milliarden Euro netto.

Von Gisela Maubach
Und für die Leistungen in Werkstätten wenden die Sozialhilfeträger etwa 27 % der gesamten Eingliederungshilfe auf.
Die "Empfänger" der Eingliederungshilfe sind hier die Werkstätten selbst, denn das Geld landet dort ohne Umweg, und die behinderten Menschen werden noch nicht mal über die Höhe der Kosten für ihren Werkstatt-Platz informiert.
Hier wäre Transparenz vielleicht ein erster Schritt zu wirklicher Teilhabe . . .