Amtswechsel in Niedersachsen
Veröffentlicht am von Franz Schmahl
Bild: Rolf Barthel
Hannover (kobinet) Petra Wontorra wird neue Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen in Niedersachsen. Die 55-jährige Bremerin war vom Landesbehindertenbeirat vorgeschlagen und vom Kabinett schließlich ausgewählt worden, wurde heute in Hannover mitgeteilt. Petra Wontorra wird zum 1. Januar 2015 Nachfolgerin von Karl Finke, der nach 24 Jahren morgen von Ministerpräsident Stephan Weil und Sozialministerin Cornelia Rundt sowie vielen geladenen Gästen aus dem Amt verabschiedet wird. Der 66-jährige erblindete Diplom-Pädagoge hat die Behindertenpolitik in seinem Bundesland wie auch in der Bundesrepublik maßgeblich mitgestaltet.
Petra Wontorra, Mutter von zwei Kindern, arbeitete bisher als Verwaltungsangestellte im Bürgerhaus Oslebshausen e.V. in Bremen. Sie ist Mitglied im Forum Barrierefreies Bremen, 2. Vorsitzende im Verein SelbstBestimmt Leben e.V. Bremen und als solche Mitglied im temporären Expertenkreis zur Erarbeitung eines Entwurfs zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Land Bremen. 2012 war sie Sprecherin einer AG „Behinderte im Bundestag". Die neue Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen ist selbst schwerbehindert und nutzt einen Rollstuhl. „Ich sehe das als eine große Herausforderung, die ich mit viel Motivation angehen werde", erklärt Wontorra. „Ich werde mich für die gleichberechtigte Teilhabe und mehr Mitbestimmungsrechte für Menschen mit Behinderungen einsetzen."
Der Landesbeirat für Menschen mit Behinderungen hatte unter Vorsitz des amtierenden Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen, Karl Finke, nach einem internen Bewerbungs- und Auswahlverfahren Petra Wontorra vorgeschlagen. „Karl Finke hat als Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderungen dieses Amt 24 Jahre lang geprägt", erklärt Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil. „Auch Petra Wontorra wird uns als neue Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen auf ihre Weise herausfordern und immer wieder daran erinnern, als Landesregierung alles uns Mögliche zu tun, damit Menschen mit Behinderungen unkompliziert am ganz normalen Alltag in Schule, Freizeit und Beruf teilnehmen können. Ich wünsche mir, dass für uns alle das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen immer mehr zur Selbstverständlichkeit wird."
