Eltern legen Gesetzentwurf vor
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
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Saarbrücken (kobinet) Der Verein Miteinander Leben Lernen (MLL) hat in Saarbrücken einen Gesetzentwurf für ein inklusives Schul- und Bildungssystem vorgestellt. Der Entwurf wurde gemeinsam mit der Kanzlei Latham & Watkins LLP erarbeitet.
Dies geschieht vier Monate nach Inkrafttreten des neuen saarländischen Schulgesetzes, mit dem die Landesregierung den Anspruch erhebt, die UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen. Der Verein MLL ist der Überzeugung, dass es konsequenterer Schritte und Gesetze bedarf, um für alle Kinder qualitativ hochwertige Bildung in der Gemeinschaft von Kindern mit und ohne Behinderung zu ermöglichen.
"Wir zeigen mit unserem Gesetzentwurf, wie dies möglich ist und ein inklusives Schul- und Bildungssystem
entwickelt werden kann, das diesen Namen zu Recht trägt", sagte Ilse Blug von MLL in Saarbrücken vor Journalisten. Dies sei keine "Kür", sondern eine Pflichtaufgabe des Landes, um die verbindlichen völkerrechtlichen Vorgaben in das saarländische Landesrecht umzusetzen. Das bisherige Parallelsystem von Förderschulen und allgemeinen Schulen sei weder sinnvoll noch weiter finanzierbar.
Der von MLL vorgelegte Gesetzentwurf umfasst drei zentrale Punkte:
Die Verankerung des Grundsatzes inklusiver Bildung im gesamten Bildungswesen, das heißt angefangen in Kindertageseinrichtungen, über Schulen bis hin zu Institutionen lebenslangen Lernens.
Die Begründung eines einklagbaren Rechtsanspruchs für Kinder und Jugendliche mit Behinderung oder drohender Behinderung auf wohnortnahen inklusiven Unterricht in den allgemeinen Schulen beginnend ab dem Schuljahr 2015/2016.
Die detaillierte Beschreibung einer Übergangsphase für den bevorstehenden Transformationsprozess des Schulwesens.
Kritik übte die stellvertretende Vorsitzende des MLL Dr. Irmtraud Schnell am Verhalten der saarländischen Landesregierung. "Es gibt keine Hinweise dafür, dass sich die Landesregierung von dem separierenden Schulsystem verabschieden will", sagte sie. Zur Zeit sei nicht geplant, auch nur eine einzige der jetzigen 38 Förderschulen (Zahlen gemäß Ministerium für Kultur und Bildung im Saarland) ernsthaft in Frage zu stellen.
"Es geht nicht mehr um die Frage des Ob der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, sondern um die Frage des Wie, sagte Kristin Ziegeler, Rechtsanwältin der Wirtschaftskanzlei Latham & Watkins LLP. Die Landesregierung habe jetzt die Chance und gleichzeitig die Verpflichtung, eine entschlossene Vorreiterrolle bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Schulsystem zu übernehmen. "Menschen mit Behinderung gehören schon von Rechts wegen dazu. Überall und von Anfang an", sagte Ziegeler. Die Kanzlei berät den Verein MLL im Rahmen ihrer Pro Bono-Tätigkeit. Diese Tätigkeit besteht in der kostenlosen Beratung und Vertretung gemeinnütziger Organisationen, Nichtregierungsorganisationen, Stiftungen und bedürftiger Privatpersonen sowie dem Engagement zur Förderung und Verbreitung von Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten.
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Von lehmä
Von fairen, auch kontroversen – daher auch interessanten Diskussionen – halte ich viel! Aber wenn ich mir noch einmal den „Beitrag“ von „Gerti“ mit Abstand durchlese, ist er ja nun wirklich mehr als persönlich beleidigend. Es geht nicht an, dass Herr Miles- Paul auf diese Weise praktisch zur „privaten Rechenschaft“ aufgefordert wird. Was zu viel ist, ist zu viel!
Von RedWheels
@Gerti:
Wer sind Sie eigentlich? Haben Sie in irgendeiner Art und Weise etwas mit dem Thema Behinderung zu tun?
Ich habe den Eindruck, Sie wollen hier rumstenkern. Vom Leben mit Behinderung haben Sie jedenfalls absolut keine Ahnung!
Von lehmä
@gerti
Falls Sie es noch nicht wissen sollten, wir in kobinet sind aus voller Überzeugung Lobbyisten in unserer Angelegenheit. Und das ist auch gut so!
Von Gerti
Strippenzieherei und Lobbyismus.
Hat mit dem wahrhaftigen Rechtswesen nix zu tun.
Herrn Miles-Paul ist nicht über den Weg zu trauen, da er Journalismus (er gibt ja auch vor, Journalist und Publizist zu sein; Herr Miles Paul, wo und welche sind Ihre [neuesten] publizistischen Veröffentlichungen?), Public Relation, Werbung und *Journalismus* nicht von einander trennt.
Und Lobbyismus hat im Journalismus schonmal gar nix verloren.
Interessant, wie nun Eltern von Nachwuchs mit Behinderung sich zu Lobbyisten machen. Und das wird bei kobinet auch noch (via UNKOMMENTIERTER Veröffentlichung) offensichtlich als neuer Siegeszug gewertet.