Empowerment Schulung für Nordrhein-Westfalen
Veröffentlicht am von Christian Mayer
Bild: Wiebke Schär ISL
Kassel (kobinet) "Stärker werden und etwas verändern!" So lautet der Titel einer Empowerment-Schulung für behinderte und chronisch kranke Menschen aus Nordrhein-Westfalen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Die heute ausgeschriebene Schulung findet in vier Blöcken von März bis Oktober 2015 in der Jugendherberge Düsseldorf statt.
Die vom Behindertenverband Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) angebotene und vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales modellhaft geförderten Schulung findet an vier Wochenenden vom 13. - 15. März, vom 26. - 28. Juni, vom 28. - 30. August und vom 23. - 25. Oktober 2015 in der weitgehend barrierefreien Jugendherberge in Düsseldorf statt. Die Weiterbildung bildet den Abschluss von insgesamt fünf Empowerment-Schulungen in verschiedenen Regionen Deutschlands.
"Wenn der Slogan der Behindertenpolitik 'Nichts über uns ohne uns' ernst genommen wird, dann müssen behinderte und chronisch kranke Menschen auch die Möglichkeit bekommen, das nötige Wissen und Selbstbewusstsein zu bekommen, um sich effektiv einmischen und etwas verändern zu können", erklärte Ottmar Miles-Paul von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), der die Empowerment-Schulungen koordiniert.
In der Ausschreibung des Schulungsangebotes heißt es: "Sie wollen sich und Ihre Fähigkeiten zur Selbstvertretung stärken? Sie wollen ein kleines Projekt für die Umsetzung der UN-Behinderten-Rechts-Konvention entwickeln und durchführen? Sie sind behindert oder chronisch krank? Dann kann diese Schulung genau das Richtige für Sie sein!" Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Empowerment-Schulungskurse werden zum Beispiel dabei unterstützt: "Sie stärken sich und andere behinderte Menschen. Sie lernen mehr über die UN-Behinderten-Rechts-Konvention und die Menschen-Rechte. Sie sammeln Erfahrungen mit der Öffentlichkeits-Arbeit. Sie bekommen das nötige Wissen über Inklusion. Sie lernen Ihre Interessen besser zu vertreten. Sie verändern etwas für sich und andere behinderte und chronisch kranke Menschen. Und Sie arbeiten an der Umsetzung der UN-Behinderten-Rechts-Konvention mit. Dort, wo Sie leben." Die Schulung soll in möglichst verständlicher Sprache stattfinden.
Die Teilnahme ist kostenlos. Die Übernachtung und die Verpflegung im Tagungshaus werden bezahlt. Die Fahrtkosten und eventuell entstehende Kosten bei Ausflügen in die Stadt müssen selbst bezahlt werden. Da die Zahl der TeilnehmerInnen begrenzt ist, ist eine Bewerbung bis spätestens 26. Januar nötig. Bewerbungen können per E-Mail an Susanne Göbel von der ISL per E-Mail [email protected] geschickt werden. Oder per Post an
ISL e.V. – Susanne Göbel
Samuel -Beckett-Anlage 6
34119 Kassel
Fax: 0561 – 7 28 85 21 11 Bitte schreiben Sie Ihre und unsere Adresse auf das Fax!
Telefon-Nummer bei Fragen: 0561 – 40 70 69 34
Link zu weiteren Informationen über die Empowerment Schulung

Von Sabine Fichmann
Sehr geehrte Frau Maubach,
zum Thema Behindertenfreundlichkeit in NRW kann ich Folgendes beitragen, ähnlich dem von Ihnen erwähnten Zeitungsartikel:
Im Juni dieses Jahres freute sich unser Sozialdezernent (Wuppertal) über die in den nächsten Jahren anstehenden Entlastungszahlungen für die Eingliederungshilfe an unsere Kommune. Es geht um 25 Millionen.
Letzter Satz im Presseartikel:
" Wofür die Stadt die Entlastungszahlung verwendet, steht ihr frei. Aller Voraussicht nach gibt es keine Zweckbestimmung, freute sich der Sozialdezernent. Es kann also zur Haushaltsentlastung eingesetzt werden, was auch dringend erforderlich ist".
Bin wieder einmal gespannt, welche Krümelchen dann tatsächlich vom großen Kuchen bei den Behinderten landen.....
Von Beamtenschreck
Liebe Frau Maubach,
Ideen wollen ja auch finanziert sein, oder haben Sie gedacht unsere Wohltäter machen alles umsonst?
Von Gisela Maubach
. . . ist auch mit Hilfe dieses Links zu finden (letzter Absatz):
http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/aachen/anmeldungen-grundschulen-nicht-in-gefahr-1.978519
Von Dagmar B
Zitat:
Das allerdings lehnten CDU, SPD und AfD ab.
Ist schon erstaunlich was sich da urplötzlich für unheilige Alianzen herausbilden........
Von Gisela Maubach
Ja ja . . . Nordrhein-Westfalen und seine Behindertenfreundlichkeit:
In den Aachener Nachrichten vom 12.12.2014 ist folgendes zu lesen:
"Kraftakt für die Inklusion
Im Haushalt 2015 sollen nach dem Willen der Schulpolitiker 200 000 Euro für Inklusionsmaßnahmen an Schulen bereitgestellt werden. Vom Land NRW kann Aachen zudem in Sachen Inklusion mit einer Pauschale in Höhe von rund 407 000 Euro rechnen. Ulla Griepentrog (Grüne) plädierte dafür, dieses Geld im Etat zweckgebunden für die schulische Inklusion einzuplanen. Das allerdings lehnten CDU, SPD und AfD ab. Ohnehin könnten von den 407 000 Euro Landesmittel nur noch 129 000 Euro verplant werden, verlautete aus der Verwaltung. Der Rest fließe in die Haushaltsdeckung und stehe nicht mehr zur Verfügung."
Ende des Beitrages
Wie darf man wohl die Formulierung "Kraftakt für die Inklusion" nun interpretieren?