Behinderte Heimkinder nicht vergessen
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
Bild: Irina Tischer
Berlin (kobinet) Anlässich der am Freitag im Deutschen Bundestag erfolgten Beratung des Antrags "Aufarbeitung von sexuellem Kindesmissbrauch sicherstellen" von CDU/CSU und SPD (18/3833) tritt die behindertenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen Corinna Rüffer dafür ein, dass die Heimkinder aus Behindertenreinrichtungen und der Psyhiatrie nicht vergessen werden.
"Wir müssen endlich auch das Unrecht und Leid der ehemaligen Heimkinder aus Einrichtungen der Behindertenhilfe und Psychiatrie umfassend aufarbeiten, anerkennen und angemessen entschädigen. Nachdem sich die 91. Arbeits- und SozialministerInnenkonferenz (ASMK) im November 2014 gegen eine Fondslösung für diese Gruppe ausgesprochen hat, drohen sie erneut hinten runter zu fallen. Im Antrag zur Einrichtung der Kommission sind sie lediglich in einem Nebensatz erwähnt. Das ist enttäuschend", erklärte Corinna Rüffer.
Der Deutsche Behindertenrat hatte sich diese Woche ebenfalls für eine konsequente Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in Behinderteneinrichtungen ausgesprochen.
