Diskussion zum Bundesteilhabegesetz in Siegen
Veröffentlicht am von Christian Maier
Bild: Vincent Plüschow
Siegen (kobinet) Um dem Informationsbedarf nachzukommen und in die Politik hinein Signale zu geben, wie wichtig ein Bundesteilhabegesetz für behinderte Menschen ist, laden die Behindertenbeauftragten und der Beirat der Menschen mit Behinderung Siegen am 4. Februar um 17.00 Uhr in den Ratssaal Siegen-Geisweid zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Ottmar Miles-Paul von der Kampagne für ein gutes Bundesteilhabegesetz ein.
"Ottmar Miles-Paul aus Kassel wird nach einer Begrüßung darstellen, welche Idee hinter dem Bundesteilhabegesetz steckt, wie der Stand der Dinge ist und was das Gesetz praktisch für Betroffene bringen kann. In der anschließenden Diskussion wird reichlich Zeit für Erläuterungen, Fragen und Anregungen gegeben und alle Interessierten sind herzlich zur Teilnahme aufgerufen", heißt es in der Ankündigung für die Veranstaltung.
"Wir wissen, dass es schwer ist, die Vorgänge auf der Bundesebene aus der Lokalpolitik heraus 'mal eben' zu beeinflussen", teilen Regina Weinert und Rainer Damerius, Beauftragte für Behindertenfragen der Stadt Siegen im Vorfeld der Veranstaltung mit. "Andererseits versprechen wir uns aber von einer Teilnahme der im Rat vertretenen Parteien doch die erfolgreiche Weitergabe der Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen. Wir haben daher VertreterInnen aller Fraktionen eingeladen und hoffen, dass sie die Möglichkeit nutzen, durch praxisnahen Austausch Menschen mit Handicap zu unterstützen." Mindestens genauso wichtig sei aber, dass Betroffene sich informieren und zu Wort melden. Insofern ruft der Beirat der Menschen mit Behinderung Siegens vor allem Menschen mit Behinderung zu reger Teilnahme auf und hofft auf zahlreiches Erscheinen. Der Ratssaal im Rathaus Siegen-Geisweid verfügt über eine Induktionsanlage und die Veranstaltung wird in Gebärdensprache übersetzt; ferner werden alle Beteiligten bemüht sein oder daran erinnert, sich möglichst verständlich auszudrücken, heißt es in der Ankündigung.

Von Gisela Maubach
@ fasd
Schade dass Sie anonym schreiben, denn es werden immer mehr Eltern, die feststellen, dass ihre geistig behinderten Kinder, die sich nicht selbst mitteilen können, von den Diskussionen zum Teilhabegesetz ausgeschlossen sind.
Bezeichnend ist der heutige Beitrag "Verachtet werden, kann man sich im Heim nicht leisten", in welchem es um eine Fachtagung über (nicht mit!) Menschen mit geistiger Behinderung und komplexem Unterstützungsbedarf geht.
Die Leserbrief-Funktion ist bei diesem Beitrag leider nicht vorhanden.
Bei dieser Fachtagung war ein Tagungsbeitrag von 210 Euro zu zahlen, so dass sich die Frage ergibt, wie viele geistig schwerstbehinderte Grundsicherungsempfänger dabei waren, über (!) die es hier ging.
Außerdem ergibt sich die Frage, ob die wirklichen Benachteiligungen (die hier ständig vorgetragen werden) von Menschen mit geistiger Schwerstbehinderung überhaupt thematisiert wurden.
Und es wird offensichtlich auch immer noch ignoriert, dass auch Menschen existieren, die sich nicht selbst mitteilen können.
Von Gerti
@fasd
Und der (Ottmar Miles-Paul), der seit Wochen um eine öffentliche Antwort bei kobinet gebeten wird, hüllt sich in Schweigen, gleichsam, als sei er abgetaucht.
Geradezu selber zerstört Miles-Paul die Achtung, die ihm wegen seines Engagements für (Schwer)behinderte bisher von vielen Seiten entgegengebracht worden ist.
Womöglich wurden die Schwerbehinderten, die in dem Verein Netzwerk People First Deutschland e.V. engagiert sind, als ein Feigenblatt ('Seht' mal, bei uns haben auch Lernbehinderte ihren Platz mitten in der Gesellschaft.') benutzt?
Herr Miles-Paul, bitte, bitte, antworten Sie auf die Fragen, die Ihnen in den Leserbriefen bei kobinet 'zugestellt' wurden und auf die von Ihnen bis heute nicht geantwortet wurde.
Von fasd
Meines Erachtens fehlen die Menschen mit geistiger Behinderung im Bundesteilhabegesetz. Hier sind die Elternverbände, als Sprachrohr für ihre Kinder, gefragt, damit auch die Menschen mit einer geistigen Behinderung teilhaben können!
Von Gerti
Korrekt muss es (meiner Meinung nach) heißen:
*Leistungs*ERBRINGUNGS-Muster.
Von Gerti
Herr Miles-Paul,
wo bleibt Ihr Einsatz gegen Lifecodexx und PRO Menschen mit Down Syndrom??????????????????????
Interessieren Sie die lebensvernichtenden Aktivitäten von Lifecodexx nicht? Ist Ihnen das zu klein-klein, zu unbedeutend?
Auch auf die Antworten auf den Leserbrief aus der Nähe von Stendal warte ich noch. Dieselben Fragen, die in dem Leserbrief gestellt wurden, habe ich ebenfalls an Sie.
Auf die Bitte, Pollis zu unterstützen, damit sie ihre Tochter und ihr Enkel sehen darf, haben Sie nie etwas bei kobinet veröffentlicht. Interessiert Sie das nicht, wie es anderen Behinderten in Kassel ergeht? Behinderten, die nicht den abstrusen Leistungsmonster (Sie lesen korrekt: LeistungsMONSTER [an Stelle von Leistungsmuster]) entsprechen und das von ISL und Co. protegiert wird?