Münchener Protesttag am 5. Mai
Veröffentlicht am von Franz Schmahl
Bild: BRK von unten
München (kobinet) Der Arbeitskreis Behindertenrechtskonvention von unten startet am 5. Mai wieder einmal eine spektakuläre Aktion in der Münchner Fußgängerzone. Das eine Motto wird sein: „Warten auf Hilfsmittel – bis zur Verwesung", erfuhr kobinet von Ulf Knickmeier. Damit soll die erniedrigende Warterei auf dringend benötigte Hilfsmittel angeprangert werden. Mit dem anderen Motto „Heimhaltung ist nicht artgerecht" wird die Umsetzung des Artikels 19 der UN-Konvention gefordert, dass niemand gegen seinen Willen in einer Einrichtung untergebracht werden darf.
"Als Eyecatcher werden wir hierzu ein Krankenbett mit Skelett, das am Tropf hängt, einen alten Rollstuhl, in dem ein Skelett sitzt - auch am Tropf hängend - und zwei Käfige mit Rollstuhlfahrern, kostümiert als Sträflinge, bis zum Marienplatz ziehen bzw. schieben lassen", so Knickmeier.
Auf dem Marienplatz wird der Europäische Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung von der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihrer Angehörigen in Bayern e.V. gemeinsam mit einem breiten Bündnis von Selbsthilfegruppen und -initiativen organisiert. Der Tag wird mit verschiedenen Aktionen gestaltet. Von einer Diskussion mit Landtagspolitikern werden Antworten auf Fragen über die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention erwartet.
