Protest vor Deutschlandbesuch Singers
Veröffentlicht am von Franz Schmahl
Bild: hjr
Berlin (kobinet) Vor dem neuerlichen Besuch Peter Singers formiert sich Protest wie vor vier Jahren in Frankfurt am Main. Große Empörung löst die Verleihung eines Preises für Engagement im Tierschutz an den umstrittenen australischen Bioethiker aus, erklärte die Lebenshilfe Berlin. Sie unterstützt die unter dem Motto "Kein Forum für Peter Singer" geplante Protestkundgebung am 26. Mai.
An diesem Tag soll Singer in der Berliner „Urania" einen nach ihm benannten Preis für seinen Beitrag zur „Tierleidminderung" erhalten. Am 31. Mai wird er auf dem Kölner Philosophie-Festival phil.Cologne zur Diskussion über die Frage "Retten Veganer die Welt?" erwartet. Gegen Singer wird protestiert, weil er das Lebensrecht behinderter Menschen in seinen Büchern und Interviews immer wieder in Frage stellt.
Die Laudatio bei der Preisverleihung in Berlin hält Michael Schmidt-Salomon von der Giordano-Bruno-Stiftung, die bereits 2011 in Frankfurt am Main den Professor der Princeton-Universität in den USA mit ihrem Ethik-Preis ehrte und jüngst am Rande des Deutschen Ärztetages für aktive Sterbehilfe der Mediziner geworben hat. Damals protestierten mehr als 50 Menschen in Frankfurt.
In seinen Schriften unterscheidet Singer zwischen „wertem" und „unwertem" Leben. "Aus seiner Sicht setzt vollwertiges Leben Bewusstsein und Selbsterkenntnis voraus. Daher spricht er Neugeborenen und hirngeschädigten Menschen das Recht auf Leben ab und plädiert offen für aktive Sterbehilfe bei behinderten Neugeborenen, Komapatienten und anderen schwer hirngeschädigten Menschen", so die Lebenshilfe Berlin.
Erst im April hatte Singer in einem Radio-Interview gefordert, behinderten Säuglingen Leistungen des öffentlichen Gesundheitssystems zu entziehen. Die Tötung "schwerstbehinderter Säuglinge" sei "ziemlich vernünftig", wenn dadurch Geld für andere Zwecke des Gesundheitssystems gespart werden könne, zitierte daraus Michael Zander in der Zeitung junge Welt. "Ich möchte nicht, dass meine Versicherungsbeiträge erhöht werden, damit Kinder ohne Aussicht auf Lebensqualität teure Behandlungen erhalten."
Die Berliner Behindertenaktivistin Ursula Lehmann hat sich an die Urania-Geschäftsleitung mit der Frage gewandt, erfuhr kobinet heute, wie sie "mit der entwürdigenden Haltung des Herrn Singer gegenüber den behinderten Menschen" umgehen wolle.
Kundgebung "Kein Forum für Peter Singer"
Dienstag, 26. Mai ab 17 Uhr
Kleiststraße, An der Urania

Von nurhessen
Interessant eine Stellungnahme des Deutschen Ethikrates:
In der jüngsten Stellungnahme „Hirntod und Entscheidung zur Organspende“ sind sich die Mitglieder des Deutschen Ethikrats darüber einig, dass es für eine Organtransplantation ausreicht, den Hirntod festzustellen. Ab wann der Mensch aber als tot gilt, darüber streiten sie sich.
alls es ein Ziel der Stellungnahme war, der verbreiteten Verunsicherung zum Thema Organspende entgegenzuwirken und das Vertrauen in die Transplantationsmedizin zu stärken, ist dies gründlich missglückt. Stattdessen schürt die Uneinigkeit des Deutschen Ethikrats Ängste bei Patienten und stellt Mediziner vor neue Herausforderungen. Die Frage, ob ein Hirntoter tatsächlich tot ist, spaltet die Mitglieder derzeit in zwei Lager: Für eine Mehrheit von 18 Mitgliedern gilt der Hirntod als sicheres Zeichen für den Tod des Menschen. Für eine Minderheit von 7 Mitgliedern, darunter der Rechtswissenschaftler Wolfram Höfling sowie die Ärztin und Medizinethikerin Claudia Wiesemann und die Vorsitzende des Ethikrats, Christiane Woopen, gilt der Hirntod zwar als notwendige, nicht jedoch als hinreichende Bedingungen für den Tod. Ihrer Ansicht nach ist der hirntote Mensch als noch Lebender einzustufen, der sich in einem Endstadium des Sterbens befindet .
Von Kellerkind
Wir haben uns in den letzten zwei Jahren sehr intensiv mit dem Thema "Euthanasie im Dritten Reich" auseinandergesetzt. Die Eugeniker des frühen 1900 Jahrhunderts haben die Grundlage für die Vernichtung von 300.000 Menschen mit Handicap und 400.000 Zwangssterilisationen im Nationalsozialismus geboten. Hr. Singer und seine Thesen bieten hier eine erneute Legitimation an. Wenn Ihr euch diesem Thema ein wenig nähern wollt empfehle ich euch den Film "Unwertes Leben on tour" www.youtube.com/watch?v=2sfm4xYY3mA
Von Kellerkind
Wir haben uns in den letzten zwei Jahren sehr intensiv mit dem Thema "Euthanasie im Dritten Reich" auseinandergesetzt. Die Eugeniker des frühen 1900 Jahrhunderts haben die Grundlage für die Vernichtung von 300.000 Menschen mit Handicap und 400.000 Zwangssterilisationen im Nationalsozialismus geboten. Hr. Singer und seine Thesen bieten hier eine erneute Legitimation an. Wenn Ihr euch diesem Thema ein wenig nähern wollt empfehle ich euch den Film "Unwertes Leben on tour" https://www.youtube.com/watch?v=2sfm4xYY3mA
Von Kellerkind
Wir haben nach der Aufforderung sich an den Veranstalter und Hr. Eck zu wenden,aus unserer Sicht unakzeptable Rückmeldungen seitens der Urania und dem Förderverein der Peter Singer Stiftung erhalten. In einem Telefonat mit dem Förderverein, Hr. Neussel, wollte dieser mich von den Thesen bezüglich der "Euthanasie" wirklich überzeugen. Ich hatte die Empfindung, dass er mir mitteilte, dass ich ja davon nicht betroffen sei. Er hat sich von diesen Thesen nicht distanziert. Dann wollte er mich davon überzeugen, dass man es ja auch getrennt sehen könnte, und Hr. Singer doch für den Tierrechtsschutz viel bewirkt hat. "Na ja, dass mit den Autobahnen war ja auch klasse..." Er bot mir auch an, vor der Veranstaltung ein Statement abzugeben. Ich fordere den Förderverein auf sich eindeutig von den Thesen des Hr. Singer bezüglich der Euthanasie zu distanzieren. Und diese Forderung habe ich auch an die Urania, Veranstalter... Als Anlage die Stellungnahme der Urania. http://seeletrifftwelt.de/…/Stellungnahme-Urania-Berlin-zur…
Der Kellerkinder e.V., Thomas Künneke
Von Gerti
Wenn Singer Behinderte so sehr hasst, dass er Hand an ihnen anlegen lassen will, weshalb will er jedoch gleichzeitig an das Eigentum (Krankenkassenleistungen, die Behinderten zukommen) der Behinderten 'ran?
Konsequenterweise dürften von Singer NIEMALS Ansprüche auf das Eigentum (wozu [in gewisser Weise] auch die Leistungen von Krankenkassen zählen) von Behinderten gestellt werden. Denn er hasst Behinderte. Singer fühlt sich offensichtlich von Behinderten angewidert, belästigt.
Hat jemand Singer schon mal gesagt, dass es immer auch einen Rückkanal gibt?, nämlich die Kriterien so anzulegen, dass Behindertenhasser, wie Singer einer ist, ebenso gesellschaftlich geächtet werden können, wie er Behinderte ächtet.
Von Gerti
Singer-Zitat aus obiger Veröffentlichung:
"... gefordert, behinderten Säuglingen Leistungen des öffentlichen Gesundheitssystems zu entziehen. Die Tötung "schwerstbehinderter Säuglinge" sei "ziemlich vernünftig", wenn dadurch Geld für andere Zwecke des Gesundheitssystems gespart werden könne, ... Ich möchte nicht, dass meine Versicherungsbeiträge erhöht werden, damit Kinder ohne Aussicht auf Lebensqualität teure Behandlungen erhalten." ...
Damit steht Singer *argumentativ* auf der (moŕalischen, diebstählerischen Stufe) mit den Nazis aus den Jahren 1933 bis 1945. Singer handelt mörderisch (Aufruf zum Mord an Behinderten ist mindestens genauso rechtlich zu ahnden, wie der selbst vollbrachte Mord eines Mörders an Dritten).
Singer vergreift sich am Eigentum Behinderter. Damit ist der Mann ganz schnell und auf einfache Weise zu entlarven gewesen.
Singer betrachtet sich als Übermenschen (gab es in Deutschland in den Jahren 1933 bis 1945, da waren es die Nazis, die sich als Übermenschen präsentierten und ebenso handelten). Fazit: Ob Religion oder keine Religion; aus jeder Ecke von Anschauung und Religion können Menschenfeinde hervorgebracht werden. Singer will doch nicht allen Ernstes von sicih behaupten, er sei Menschenfreund? Singer ist lediglich auf das Geld Dritter (hier: der Behinderten) scharf, das er für sich und seinen Lebensstil reklamiert.
Interessant ist doch mal zu wissen, ob sich Singer (während seines Aufenthaltes in Berlin und anderswo in Deutschland) mit politischen Meinungsbildnern trifft und diese mit seinen Mordsgedanken infiltriert.