Inklusion zu anstrengend?
Veröffentlicht am von Franz Schmahl
Bild: mittendrin e.V,
Köln (kobinet) Lehrer-Umfragen zum Thema Inklusion machten vergangene Woche Schlagzeilen. Demnach fühlt sich nach Angaben von Forsa (im Auftrag des Lehrerverbandes VBE) die Mehrheit der Lehrer von Schülern mit Behinderung überfordert. Allerdings hatten zum Beispiel in der NRW-Stichprobe weniger als die Hälfte der Befragten überhaupt Erfahrung mit schulischer Inklusion, so der Elternverein mittendrin heute in einer Pressemitteilung. Vor allem aber zeigte die Umfrage: Die meisten Lehrer haben einfach keine Lust, Schüler mit Behinderung in ihre Klassen aufzunehmen.
Aber was ist dran an der Lehrer-Meinung, Inklusion sei viel zu anstrengend? Der Elternverein mittendrin e.V. hat im Rahmen der Kampagne "Inklusion. Schaffen Wir!" Lehrer, Schüler und Eltern zur Inklusion befragt, die wirklich eigene Erfahrung mit dem Gemeinsamen Lernen haben.
Hier aus erster Hand:
"Ist das nicht viel zu anstrengend mit der Inklusion?"

Von nurhessen
Denjenigen, die ihre Inklusionslaufbahn noch vor sich haben. Kita, Schule …. wünsche ich viel Glück (ohne Ironie und mit vollem Ernst), der heutigen Generation wird trotz Kämpfen und alledem und alledem nicht besonders viel zu Teil. Es sieht z.Z. nicht besonders rosig aus, zumal ein Verschiebbahnhof von oben nach unten eingesetzt hat, die „Guten“, „Leichten“ nach oben, die „schlechten, schweren Fälle“ (Menschen als Fälle zu bezeichnen fällt mir schwer, aber es ist so) stehen ganz unten.
Von Angehöriger
ür mich klingt diese Umfrage nach: Menschen mit Behinderung als Sündenböcke. Oder: Nach oben buckeln, nach unten treten.
An Bildung und der Ausbildung der Lehrer wird großflächig gespart. Viele Lehrer sind überlastet und nicht gut ausgebildet.
[Ironie an]Und ausgerechnet jetzt haben die behinderten Menschen zum x-ten Mal schriftlich bekommen, dass sie die gleichen Rechte wie alle haben und bestehen darauf, nicht mehr ausgegrenzt zu werden?[Ironie aus]
Statt sich weiterhin persönliche Vorteile durch die andauernde Ausgrenzung zu erhoffen, sollten Lehrer damit bitte Schluss machen und endlich die wirklichen Probleme angehen. Sprich: Kopf auf, selber lernen und der Bildung die gesellschaftliche Anerkennung zurückerobern, die nötig ist!
Die Situation ist schwierig, aber sich ein Fitzelchen mehr Bequemlichkeit zu erhoffen auf Kosten der konkreten Menschenrechte und Teilhabechancen behinderter Menschen ist unappetitlich.