Laufen fürs Computer Camp
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
Bild: Vincent Plüschow
Dresden (kobinet) Ausdauer braucht der Mensch - und blinde und sehbehinderte Menschen ganz besonders. Das gilt nicht nur im Beruf, sondern auch in der Freizeit; vor allem aber, wenn es um einen guten Zweck geht. Einem solchen hat sich das Vorstandsmitglied des Deutschen Vereins für Blinde und Sehbehinderte in Studium und Beruf (DVBS) Ursula Weber verschrieben. Sie läuft heute in Dresden beim sogenannten Teamchallenge mit.
Die dort eingegangenen Startgelder der Belegschaft ihres Arbeitgebers MMS kommen dem vom DVBS 2016 in der Elbmetropole zu organisierenden Internationalen Computer Camp (ICC) für blinde und sehbehinderte Jugendliche aus ganz Europa zu Gute. Der Countdown läuft, die Daumen sind gedrückt - wir hoffen, sie hat einen guten Lauf, heißt es im Newsletter des DVBS.

Von nurhessen
Zum Thema Bewegung: Ist jemand schon mal auf die Idee gekommen, dass auch Menschen mit Körperbehinderungen, auch wenn sie zusätzlich sehbehindert/blind/geistigbehindert/gehörlos sind, durchaus und gerade auf Grund ihrer Körperbehinderung auf Bewegung essentiell angewiesen sind (Stichwort: Lungen-, Herzfunktion...). Da reichen keine 45 Minuten KG/Woche. Deutschland ist in dieser Hinsicht - wie in vielen Dingen - mehr als rückständig; denn dieses Konzept für Körperbehinderte gibt es z.B. in Ungarn schon lange, in Spanien und in den angelächsischen Ländern ist die Bewegungstherapie ebenfalls anerkannt. Nur in Deutschland „verschiebt“ man den Körperbehinderten ab einem bestimmten frühkindlichen Lebensalter in den Rollstuhl. Die Körperbehinderung verschlimmert sich; die Experten reden dann von Zunahme der Spastik usw. Ich will keine Werbung für die konduktive Therapie nach Petö betreiben. Aber Petö hatte schon lange erkannt, dass Motorik mit Lernen zusammenhängt. Man kann sich über diese konduktive Therapie in jedem guten Internet informieren. In Deutschland ist m.W. vor einigen Jahren vom BSG entschieden worden, dass es sich bei der konduktiven Therapie um eine KG- Form handelt, die von den Krankenkassen zu finanzieren ist. Die Krankenkassen wiederum verweisen auf Studien, nach denen die konduktive Therapie den üblichen Therapieformen nicht überlegen sei. Was ich aus eigenem Wissen bestreite: Es ist ein Unterschied, ob ein Körperbehinderter 12 Stunden im Rollstuhl sitzt/“an den Rollstuhl gefesselt ist“, (um zumeist später unzähligen Op’s ausgesetzt zu sein) oder ob er zur aktiven Bewegung angehalten wird und während der Bewegungen z.B. zählen, sprechen … lernt (je nach seinen Möglichkeiten und in der Gruppe).