Torball-Titel verteidigen

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Halten sie den Klingelball oder geht er in den Kasten?
Halten sie den Klingelball oder geht er in den Kasten?
Bild: Torball-Nationalteam

Magglingen/Bruchsal (kobinet) Bei den Torball-Weltmeisterschaften in der Schweiz wollen die deutschen Herren ihren Titel verteidigen und die Damen den Pokal zurückholen. Die fünften Weltmeisterschaften der internationalen Blindensportorganisation IBSA finden in Magglingen vom 25. bis 28. Juni statt. Neben dem Gastgeber aus der Schweiz wird sich die Mannschaft um Chef-Trainer Hans-Dieter Weidner mit der Konkurrenz aus Argentinien, Frankreich, Italien und Österreich in einer Doppelrunde jeder gegen jeden messen müssen. Die vier Ersten erreichen dann das Halbfinale, anschließend Finale und Spiel um Platz 3.

„Die Mannschaft hat ein straffes und intensives Trainingsprogramm und mehrere Lehrgänge absolviert“, so Hans-Dieter Weidner. „Wir fanden gute und familiäre Trainingsbedingungen in der Südbadischen Sportschule Steinbach und tolle Unterstützung im Umfeld, so dass wir gut vorbereitet in die Schweiz fahren können.“

Der Kapitän der Torball-Nationalmannschaft der Herren, Hans Demmelhuber, ergänzt: „Wir haben gut miteinander gearbeitet und sind als Mannschaft zusammengewachsen. Nun freuen wir uns auf das Turnier und die Herausforderung den Titel zu verteidigen.“

Solche Großereignisse verursachen erhebliche Kosten. Doch gibt es nur wenige Fördermöglichkeiten. Daher würden sich die Torball-Nationalmannschaften über finanzielle Unterstützungen freuen. Sie sind auch auf Facebook aktiv.

Torball ist eine Ballsportart für sehende, sehbehinderte sowie blinde Menschen und wird damit inklusiv angeboten. Das Spielfeld ist 16m lang und 7m breit. Pro Team sind drei Spielerinnen beziehungsweise Spieler auf dem Feld. In der Mitte sind drei Seile mit Glöckchen gespannt, unter denen der Ball, der mit Glöckchen gefüllt ist, geworfen wird. Die gesamte Grundlinie beschreibt das Tor, welches 1,30m hoch ist und vor dem jeweils eine Mannschaft postiert ist. Nun wird der Ball hin und her geworfen und die Teams versuchen bei den Ballwechseln ein Tor zu erzielen beziehungsweise den eigenen Kasten sauber zu halten. Die Torballspielerinnen und Torballspieler sind sehr stark auf das Gehör angewiesen. Alle tragen eine lichtundurchlässige Brille, damit Chancengleichheit zwischen Aktiven mit und ohne Sehfähigkeit besteht.