Konferenz mit Werkstatträten

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Kerstin Tack
Kerstin Tack
Bild: SPD Bundestagsfraktion

Berlin (kobinet) Bereits zum zehnten Mal kamen heute über 200 Vertreterinnen und Vertreter der Werkstatträte aus ganz Deutschland auf Einladung der SPD-Bundestagsfraktion in Berlin zusammen. Schwerpunkt in diesem Jahr war die Schaffung eines inklusiven Arbeitsmarktes sowie die Stärkung der Rechte der Werkstatträte.

„Der Zugang zum ersten Arbeitsmarkt ist eine der wichtigsten Voraussetzungen dafür, dass Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt und selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können", betonte Kerstin Tack, die behindertenpolitischen Sprecherin der Fraktion. "Im Rahmen der Erarbeitung des Bundesteilhabegesetzes haben wir uns deshalb vorgenommen, die Übergänge zwischen den Werkstätten für behinderte Menschen und dem ersten Arbeitsmarkt zu flexibilisieren. Hierzu zählt auch die Schaffung eines unbürokratischen Rückkehrrechtes in die Werkstatt für behinderte Menschen."

Lesermeinungen zu “Konferenz mit Werkstatträten” (1)

Von Gisela Maubach

Sehr geehrte Frau Tack,

in diesem NITSA-Protokoll werden Sie unter der Überschrift "Eckpunkte der SPD zum Bundesteilhabegesetz" wie folgt zitiert:

"Es gibt aber einen großen Teil von Menschen, für die der beschützte Rahmen die beste Lösung ist."

http://nitsa-ev.de/verein/veranstaltungen/bericht-zur-fachtagung-der-fachverbaende-fuer-menschen-mit-behinderung-zum-bundesteilhabegesetz/

Dazu habe ich folgende Fragen:

Welcher "Teil von Menschen" ist damit gemeint?
Wäre als "beschützter Rahmen" auch eine persönliche Assistenz wählbar?
Wie soll das Selbstbestimmungsrecht für diesen "Teil von Menschen" hinsichtlich der eigenen "besten Lösung" gesichert werden?

Die Beantwortung dieser Fragen ist insbesondere für diejenigen Menschen von Bedeutung, die keinerlei wirtschaftlich verwertbare Arbeitsleistung erbringen können und die deshalb keine Chance haben, von der Werkstatt auf den ersten Arbeitsmarkt zu wechseln.

Was ist geplant, damit auch diese "Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt und selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können"?

Freundliche Grüße
Gisela Maubach