200. Geburtstag von Adolph Menzel
Veröffentlicht am von Franz Schmahl
Bild: Stadtmuseum Berlin
Berlin (kobinet) Im Berliner Märkischen Museum wird heute zum 200. Geburtstag von Adolph Menzel aus seinen Briefen und autobiographischen Schriften gelesen. Das Museum Am Köllnischen Park 5 zeigt bis zum 28. März die Ausstellung "Ich, Menzel", die einem der bedeutendsten deutschen Künstler seiner Zeit gewidmet ist. "Als unermüdlicher Maler, Lithograph und Zeichner schuf er ein Gesamtwerk, das schon vom schieren Umfang seinesgleichen sucht und mit dem er bereits um 1850 zum Aushängeschild der Kunst in Preußen avancierte", so die Stiftung Stadtmuseum Berlin. Im Menzel-Kabinett der Alten Nationalgalerie öffnet die Schau "Blinde Blicke. Sehen und Nicht-Sehen bei Menzel", die bis 21. Februar läuft.
Menzel wollte kein Hofmaler sein und zeigte Reiche, Arme, Schöne, Schiefe. Knapp ein Meter fünfzig. Auf diese Zahl kommen die Macher der Ausstellung „Ich. Menzel" zur Körpergröße des Malers. Zum Beleg können sie auf Daten aus dem Reisepass von 1852 und auf seinen Spazierstock verweisen. "Menzel war kleinwüchsig, das prägte seine gesellschaftliche Stellung genauso wie seine Kunst. Zeitlebens blieb er ein Außenseiter, die herauf- oder herabblickende Perspektive bestimmte sein Werk", so Christian Schröder im Tagesspiegel. Er habe „sein ganzes Werk dem Blick gewidmet", zitiert er aus dem Katalog, „den abgewendeten, den erschreckten, den gutmütigen und den neugierigen Blicken".
