Für inklusives Projekt abstimmen

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Nichts ist unmöglich - Blick von Kindern schärfen
Nichts ist unmöglich - Blick von Kindern schärfen
Bild: Indiwidi

Berlin (kobinet) Das Berliner Projekt „Nichts ist unmöglich" vom Indiwi (ehem. Integrationsprojekt) hat das Finale der "Google Impact Challenge" erreicht. Es schaffte es, unter die besten 200 "Lokale Ideen" zu kommen. Bis Mittwoch kann noch darüber online abgestimmt werden, ob die Kreuzberger zu den besten 100 lokalen Projekten gehören und eine Fördersumme von 10.000 Euro erhalten.

Das Projekt „Nichts ist unmöglich" will den Blick von Kindern schärfen. Es widmet sich dem Problem, dass sie oft durch Bilder in den Medien manipuliert werden. Kinder und Jugendliche – mit und ohne Behinderungen – sollen lernen, wie Bilder manipuliert werden, um sie anschließend mit anderen Augen betrachten zu können. In mobilen Workshops sehen sie, wie zum Beispiel Photoshop sinnvoll anzuwenden ist. „Nichts ist unmöglich" ist als mobiles Projekt angelegt und soll im Rahmen von Projektwochen an Schulen angeboten werden.

Abstimmen kann man bis zum 24. Februar um 23.59 Uhr entweder online auf https://goo.gl/Cyi7Pc oder  am Berliner Hauptbahnhof. Dort haben Google und seine Partner eine "Live-Abstimm-Station" eingerichtet, ein interaktives Display, das zum ersten Mal überhaupt in Deutschland in dieser Form zum Einsatz kommt.

Lesermeinungen zu “Für inklusives Projekt abstimmen” (3)

Von Sphinx

@ A. Hellinger
Sie schreiben: "... kann auch der Gemüsehändler seine Kunden abstimmen lassen, wem er denn konkret spenden soll ..."
Der Unterschied ist, dass der Gemüsehändler nicht annähernd soviel Macht innehat und Dritte beeinflusst, wie goog*e und Co. das machen.

Jeder mit soviel Penunzen in der Tasche und auf'm Konto, wie goog*e Beides hat, ist machtbeherrschend.
Goog*e in vielerlei Hinsicht.

Wer sich ausgiebig mit goog*e befasst hat, dem sollte es nichts Neues sein, DASS goog*e macht- und meinungsbeherrschend ist und sich (demokratisch gesehen) jenseits von Gut und Böse befindet.

Darüber hinaus werden mit dem goog*e'schen Geld Sozialarbeiterstellen finanziert, die vorher offensichtlich gestrichen worden sind. Warum wohl? Weil Unternehmen sich vor dem Zahlen der ihnen tatsächlich zur Zahlung anstehenden Unternehmenssteuern drücken. Goog*e ist hier sicherlich auch kein 'Waisenknabe' und kein 'Unschuldsengel'.

Von Arnd Hellinger

@Sphinx:

Rechtlich gesehen ist Google ein Privatunternehmen - wie der Gemüsehändler hier um die Ecke. Und dem darf auch niemand vorschreiben, wem er Teile seines Gewinns spendet oder ob er sich davon lieber eine neue Kühltheke kauft.

Allerdings kann auch der Gemüsehändler seine Kunden abstimmen lassen, wem er denn konkret spenden soll, was Google hier exakt so tut. Was ist daran jetzt undemokratisch???

Von Sphinx

Wenn davon abgesehen wird, DASS goog*e und Co. per se undemokratische Zusammenschlüsse, aka Unternehmen sind, die zuerst das Geld aus der (us-amerikanischen) Gesellschaft gezogen haben.
Wie will sonst so jemand, wie goog*le die Penunzen haben, um die wiederum an die arm Gemachten zu verteilen?
Und das geschieht ohne ein demokratisch(es) eingesetztes öffentliches Gremium.
Da kann man auch das Gesetz zur sozialen Teilhabe verlosen lassen.