Neuer Inklusionstalk: all inclusive

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

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Bild: freepik.com

Dortmund (kobinet) In einer neuen TV-Reihe erzählen Menschen mit Behinderung von ihrer Arbeit und ihrem Leben in "all inclusive – was heißt schon behindert?"

Esther Schmidt war schon früh hoch engagiert, war in den 80er Jahren in der sogenannten Krüppelbewegung aktiv und kämpfte für ein barrierefreies Leben. Esther Schmidt ist schwerbehindert, sitzt im Rollstuhl und sagt: "Nur, weil du schwerbehindert bist, heißt das nicht, dass du dich hängen lassen kannst!" So wie sie stehen 13 Menschen mit Behinderung im Mittelpunkt der Interview-Reihe "all inclusive – was heißt schon behindert?". Ausgestrahlt wird diese neue TV-Reihe im Programm des Senders nrwision. Mit dabei sind u.a. auch der Pfarrer und Kabarettist Rainer Schmidt und die Deutsche Meisterin im Rollstuhltischtennis, Sandra Mikolaschek, heißt es in der Presseinformation zur neuen TV-Reihe, die auch im Internet dokumentiert wird. 

Worum handelt es sich? "all inclusive“ ist kein TV-Talk über Menschen mit Behinderung, sondern mit ihnen. Hier berichten sie von ihrem Leben ihrer Arbeit und ihrer gezielten Auseinandersetzung mit Behinderungen. Die sehbehinderte Studentin Nadine Sperling sagt zum Beispiel: "Ich habe meine Behinderung ab den ersten Tagen als Chance wahrgenommen und nicht als Belastung." Eine weitere Besonderheit der Reihe: Die Interviews führten Studierende des Instituts für Journalistik der TU Dortmund. Im Rahmen ihres Interview- und Moderationstrainings wagten sie sich an dieses einzigartige Projekt, in dem Interviews auch über außergewöhnliche Kommunikationsformen wie elektronische Talker geführt wurden, heißt es in der Pressemitteilung.

Ein erstes Interview mit Mirko Dimastrogiovanni aus Wetter an der Ruhr wurde bereits auf der Internetseite des Projektes eingestellt.

Link zur Projektseite und zu Interviews

 

 

Lesermeinungen zu “Neuer Inklusionstalk: all inclusive” (2)

Von nurhessen

Ja, stimmt: „Was heißt schon behindert?“ – O, mein Gott! Das heißt: Kämpfen, Ausgeschlossen-sein, Diskriminierung, Kämpfen, Ausgeschlossen-sein, auch Schmerzen, will jemand noch mehr…?- Auch die „Krüppel-Bewegung“ hat damals eingestanden, dass es nicht unbedingt einfach ist, behindert zu sein! Man kann es bei Franz Christoph nachlesen. Ich finde es einfach unwahr und auch euphemistisch als Sprachrohr für Behinderte zu behaupten: „Ich habe meine Behinderung ab den ersten Tagen als Chance wahrgenommen und nicht als Belastung.“ – Wenn es so wäre, bräuchte es keiner Erwähnung des Wortes „Behinderung“ oder „Beeinträchtigung“. Wie wäre es vergleichsweise zu behaupten: „Ich habe meine braunen Augen ab den ersten Tagen als Chance wahrgenommen und nicht als Belastung.“

Von Gisela Maubach

"all inclusive“ ist kein TV-Talk über Menschen mit Behinderung, sondern mit ihnen. Hier berichten sie . . .

(Zitat-Ende)

Das bedeutet, dass diejenigen Menschen mit Behinderung, die aufgrund ihrer individuellen (geistigen) Behinderung nicht in der Lage sind, sich selbst mitzuteilen, (mal wieder) von vornherein ausgeschlossen sind!