Die Regierungen und die Menschen mit Behinderungen
Veröffentlicht am von Gerhard Bartz
Bild: ForseA e.V.
Berlin (kobinet) Am Mittwoch dieser Woche fand in Berlin die bisher größte Kundgebung und Demonstration behinderter Menschen statt. Der Bundesverband ForseA e.V. schrieb dazu eine Stellungnahme auf seiner Internetseite: "Vor wenigen Tagen gelang den Verbänden der Behindertenbewegung in Berlin ein eindrucksvolles Schauspiel. Erstmals konnte eine große Zahl behinderter Menschen zur Teilnahme an einer Protestkundgebung in Berlin animiert werden. Die Schätzung der Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer schwankte zwischen 1500 und 5000 Menschen. Es bedurfte jedoch auch keiner großen Überredungskunst. Allzu groß war der Zorn über den lang erwarteten und immer wieder hinausgezögerten Referentenentwurf des Teilhabegesetzes, das sich dann auch noch als Teilhabeverhinderungsgesetz entpuppte.
Allenthalben war da von "Beschiss" die Rede, und das war noch die harmlosere Variante der Beschreibungen des Entwurfes. Den Vergleich mit strafbaren Mogelpackungen stellte eine Teilnehmerin an: "Wenn ich eine Pralinenschachtel öffne und es rollen mir Hasenküttel entgegen; so ähnlich geht es mir derzeit."
Als Zugabe hat ForseA eine Auswahl bisheriger Veröffentlichungen erstellt. Sie ist als Anhang der Stellungnahme beigefügt.
Link zur vollständigen ForseA-Stellungnahme

Von Uwe Heineker
Die Regierung weiß garnicht was sie tut...
Von ockis
Zitat von DagmarB:
Mich hat das auch sehr gewundert, das in den Medien so gut wie nix gesendet wurde.
Ich denke auch, das es enorm wichtig ist, das die Öffentlichkeit informiert ist, welchen Betrug die Regierung im Namen der Inklusion an den behinderten Menschen begeht.
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Der Aussage von DagmarB schließe ich mich an.
Ich bin entsetzt wie dieses große Thema totgeschwiegen wird in den Medien.
Von Gonzo
stimme dem Artikel siehe oben vollkommen zu!! ist eigentlich eine Frechheit von den Nachrichtensendern, ARD und ZDF! das die keinen einzigen Beitrag dazu gesendet haben. aber wenn da eine Handvoll Nazis demonstrieren dann wirds gezeigt!! Komisch, nicht wahr? Manchmal denke ich die Behinderten müssen Gewalt anwenden damit überhaupt Berichtet wird!? Okay dann campen wir eben beim Bundeskanzleramt und wenns sein muß gewalttätig! Einverstanden?
Von nurhessen
@ Dagmar B.
Zu diesem Thema, warum Behinderte in den Medien hauptsächlich unter dem Blickwinkel des Mitleids oder des sensationsheischenden „Gaffens“, d.h. im Prinzip überhaupt nicht auftauchen, einige eigene Beobachtungen: Ohne zu behaupten, dass „früher“ alles besser war, so doch dies: die wenigen „kids“ in dieser Gesellschaft, so sie nicht negativ auffallen, sind Augapfel aller Eltern, Erzieher und Lehrer geworden, werden von frühesten Kindheitstagen umworben: Mit Smartphones zur Taufe, Parties zu jedem Geburtstag, wobei sich die „normalen“ Eltern in einer Art Wettbewerb um die besten fun- und action- Feiern gegenseitig überbieten. Und es ist kein Witz, dass 10-Jährige ihren Geburtstag in Hotels mit Übernachtung feiern, gesponsert von… Da können wir, Behinderte oder Eltern von Behinderten in keiner Weise mithalten. Wir sind die eigentlichen Exoten, die weggeschlossen gehören, da wir in kein Schema der Erziehung, des Erfolgs dieser Generation passen… Leider helfen da anscheinend weder Pfeifkonzerte noch Argumente.
Von Dagmar B
Zitat:
Wer oder was auch immer ARD und ZDF veranlasst haben mag, in ihren Nachrichten die großartige Anstrengung behinderter Menschen am 4. Mai in Berlin zu ignorieren. Es war keine kluge und keine gute Entscheidung. Es gab in beiden Programmen Nachrichtenteile, deren Streichung niemand gestört hätte. Aber so wurde eine Chance vertan, wenigstens im öffentlich-rechtlichen Bereich einen Beitrag zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention zu leisten. Beide Redaktionen wurden im Vorfeld informiert.
Zitat Ende
Mich hat das auch sehr gewundert, das in den Medien so gut wie nix gesendet wurde.
Ich denke auch, das es enorm wichtig ist, das die Öffentlichkeit informiert ist, welchen Betrug die Regierung im Namen der Inklusion an den behinderten Menschen begeht.