Behinderte beim Karneval der Kulturen

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Webfoto wirbt für den Umzug
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Bild: Karneval der Kulturen

Berlin (kobinet) Mit dem Karneval der Kulturen zeigt Berlin Pfingsten den Schatz der Vielfalt dieser Stadt. Die bunte Parade von 73 Formationen mit mehr als 5 000 Akteuren zieht morgen vom Hermannplatz in Neukölln bis zur Yorckstraße in Kreuzberg. Wieder mit dabei die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), die ihre Freiheitsstatue wie schon zum Protesttag vor dem Brandenburger Tor am 4. Mai mitbringt. Start ist um 12.30 Uhr. Der Wagen mit der Freiheitsstatue im Rollstuhl hat die Nummer 25.

Die Lebenshilfe Berlin und die Elisabeth-Schulen sind in der Karawane auf Platz 17 und wollen "tanzen wie bekloppt". Zu Beginn bringen in Berlin lebende Trommler und Tänzer aus aller Welt den Karneval der Sambaschulen aus Rio de Janeiro auf die Straßen Kreuzbergs. Berliner, Brasilianer, Paderborner, Hamburger, Russen, Polen, Frankfurter, Franzosen, Dänen und viele Andere werden zeigen, dass Samba schon längst eine Weltgemeinschaft ist.

Birlikte – gemeinsam Träume leben! Das ist das Motto von ISL, die mit dem türkisch-deutschen Verein Interaktiv in diesem Jahr zum zweiten Mal dabei ist. Jugendliche und Erwachsene aus verschiedenen Herkunftskulturen und mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen setzen die Themen "Traumberuf – Vielfalt – Freisein" um. Birlikte – das türkische Wort für "gemeinsam" soll dies deutlich machen. Die Kinder und Jugendlichen tragen T-Shirts von ihrem Traumberuf.

Zehn Gruppen beschäftigen sich beim Umzug in diesem Jahr mit politischen Themen. Es geht um Flüchtlingspolitik, Menschenrechte und Umweltschutz. Behinderte Menschen sind beim 21. Karneval der Kulturen dabei, der am Montag mit dem Straßenfest rund um den Blücherplatz ausklingt.