Ilja Seifert wieder im Linken-Vorstand
Veröffentlicht am von Franz Schmahl
Bild: Rolf Barthel
Magdeburg (kobinet) Auf dem Magdeburger Parteitag der Linken ist heute Ilja Seifert wieder in den Parteivorstand gewählt worden. Der Vorsitzende des Allgemeinen Behindertenverbands in Deutschland und ehemalige Bundestagsabgeordnete erhielt 53 Prozent von 555 abgegebenen Stimmen der Delegierten.
In der Begründung seiner neuerlichen Kandidatur meinte der 65-Jährige, dass es "linker, sozialistischer Politik gut tut, ihre Konzepte aus der Sicht deren zu entwickeln, denen die Persönlichkeitsentfaltung schwerer fällt". Ihr Handeln sei auf die Verbesserung von Teilhabemöglichkeiten für diejenigen auszurichten, denen höhere Barrieren im Wege stehen. Die spezifischen Erfahrungen und sozialen Kompetenzen von Menschen, die ihr Leben mit Beeingträchtigungen gestalten, seien für die Linke wertvoll.

Von Arnd Hellinger
@Signe:
Der Unterschied zwischen "Mitglied des Parteivorstands" und "Mitglied des Bundestags/Landtags/Abgeordnetenhauses" ist Ihnen bekannt???
Zudem sind/waren unmenschliche Zustände in psychiatrischen Einrichtungen bis in die 1980er Jahre hinein eben KEIN Alleinstellungsmerkmal der DDR, sondern es gab sie ebenso in der BRD, in Österreich, in der Schweiz oder auch in den USA. Hier also jetzt Herrn Dr. Seifert für die Praktiken in Uckermünde oder anderen "volkseigenen" Verwahranstalten verantwortlich machen zu wollen, ist daher weder angemessen noch zielführend.
Auch steht es Ihnen frei, in dieser Sache mit Herrn Dr. Seiffert oder der Bundesgeschäftsstelle DIE LINKE in Berlin direkt Kontakt aufzunehmen. Google und Bing helfen Ihnen gerne bei der Ermittlung der geeigneten Adressen...
Von Hartmut
Ich bin seit inzwischen 16 Jahren in Sachen "Barrierefreiheit" und "barrierefreier Tourismus" unterwegs und habe Herrn Seifert auf diesem Weg mehrfach getroffen und zwar dann, wenn es darum ging, den Anliegen von Menschen mit Behinderungen Geltung zu verschaffen. Mit seiner Wahl in den Parteivorstand hoffe ich darauf, dass er mit viel Gesundheit, Kraft und Durchhaltevermögen weiter erfolgreich arbeiten und noch ein paar weitere Mitglieder seiner Partei für das Anliegen der Barrierefreiheit interessieren kann
Von Signe
Herr Seifert kann sich sehr verdient machen und sofort eine Anfrage starten, ob die schwerstbehinderten Menschen, die zu DDR-Zeiten in der Hölle von Ückermünde (Psychiatrische Anstalten) verwahrt und extrem misshandelt wurden und hausten (vom Wohnen kann keine Rede sein), inzwischen wenigstens im Betreuten Wohnen, außerhalb der Anstaltsmauern wohnen oder gar allein und auf eigne Kappe in einer eigenen Wohnung.
Zur Erinnerung zur Hölle von Ückermünde:
https://www.youtube.com/watch?v=k0VLlaCjFVU
In einem der drei Teile der Dokumentation ist ein blinder Jugendlicher zu sehen, der an einem vergitterten Fenster steht und nach der Fensteröffnung sucht.
Noch nie habe ich Herrn Seifert zu diesen Missständen aus der DDR etwas sagen hören und auch nichts Schriftliches veröffentlicht gefunden.
Die DDR hatte solche Zustände, wie in Ückermünde, nicht nötig gehabt.