alt + behindert = ???
Veröffentlicht am von Franz Schmahl
Bild: ISL
Berlin (kobinet) Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hat das Programm zum Thema "Altersbilder" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) um die Perspektive behinderter Menschen ergänzt. Das Programm "Altersbilder" hat sich zum Ziel gesetzt, aktuelle Altersbilder in der Gesellschaft zu fördern und neue, differenziertere und realistische Bilder des Alter(n)s zu unterstützen - deshalb durfte nach Ansicht der ISL das Merkmal "Behinderung" nicht fehlen, teilte der Verband heute mit.
In einem neuen Online-Katalog werden jetzt fünf Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen mit Fotos und kurzen Zitaten vorgestellt. Dabei reicht die Spanne vom früheren SPD-Vorsitzenden Hans-Jochen Vogel bis zum ISL-Vorstandsmitglied Petra Stephan. "Dadurch soll nicht nur deutlich werden, dass ein Leben mit Behinderung mit hoher Lebensqualität verbunden sein kann, sondern auch, dass dieser Fakt selbst noch im hohen Lebensalter stimmt", betont ISL-Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade. "Vermittelt werden soll auch die Erkenntnis, dass eine Beeinträchtigung Menschen in ihrer Lebensgestaltung nicht wesentlich einschränken muss, wenn die Umgebungsfaktoren stimmen." Das Projekt wurde durch das BMFSFJ finanziell gefördert.
Die Porträts unter dem Titel "alt + behindert = ???" können als barrierefreie PDF abgerufen werden unter:

Von Signe
Zitat P. Stephan:
"... Sich dann zum Beispiel auch um Hilfsmittel zur Kompensation Gedanken zu machen, damit ein guter Umgang mit den eigenen physischen Beeinträchtigungen gelernt werden kann. Ich würde allen Menschen wünschen, dass sie öffentlich bleiben, ihr soziales Netz pflegen, sich nicht zurückziehen. ..."
Das ist die Krux und schön und gut, au Kompensation der Behinderung mit orthopädischen Hilfsmitteln.
Das kann man nicht, wenn (die meisten jedenfalls) von den Sanitätshäusern mit qualitativ minderwertiger Ware 'versorgt' wird und in den Sanitätshäusern rabiat mit der Kundschaft umgegangen wird.
Das soziale Leben, den Kontakt zu Dritten außerhalb der eigenen vier Wände lässt sich nur auf einem ansprechenden Niveau aufrecht erhalten, wenn hierfür die passenden orth. Hilfsmittel vorhanden sind.
Bei den meisten Leuten ist das nicht mehr so, sondern die müssen sich mit schlechter Ware zufrieden geben.
Leider sind viele Behinderte den Mitarbeiter/innen in Sanitätshäusern auf eine Art hörig. Und es hat sich eine egoistische Mentalität breitgemacht, wo der Eine dem Anderen nicht mehr hilft, sondern Mitgefühl heischt, wo die Unterstützung des anderen Menschen ausbleibt, aber von dem Hilfe und Mitgefühl Heischenden dem anderen, Hilfe und Unterstützung Erbittenden eine Fata Morgana, ein potjemkin'sches Dorf vorgegaukelt wird, es werde (aufrichtig!) geholfen, unterstützt, sich in die Lage des Anderen, Hilfe Erbittenden hineinversetzt.