Teilhabe statt Ausgrenzung

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Petition für Teilhabe statt Ausgrenzung
Petition für Teilhabe statt Ausgrenzung
Bild: Hans.-D. Beyer

Berlin / Potsdam (kobinet) Dass es bei den massiven Protesten gegen das Bundesteilhabegesetz nicht nur um ein paar Selbstdarsteller geht, die lediglich Verbesserungen für sich selbst erkämpfen wollen, wie in den letzten Monaten zuweilen hinter vorgehaltener Hand in Berlin kolportiert wurde, zeigt die heutige Demonstration von Wohlfahrts- und Behindertenverbänden in Potsdam. Aber auch die Lebenshilfe macht mittlerweile mobil gegen die geplanten gesetzlichen Regelungen.

So haben in den vergangenen sechs Tagen schon mehr als 32.000 Menschen die von der Lebenshilfe gestartete Petition #TeilhabeStattAusgrenzung bei change.org unterzeichnet. Die Lebenshilfe hat zudem angekündigt, für ein gutes Bundesteilhabegesetz und gegen Verschlechterungen durch das Pflegestärkungsgesetz III zu kämpfen. Bleiben beide Gesetze so, wie sie sind, habe das für Menschen mit geistiger Behinderung schwerwiegende Auswirkungen. Denn von den rund 860.000 Beziehern der Eingliederungshilfe in Deutschland sind über eine halbe Million Menschen mit einer geistigen Behinderung. Die Petition ist Teil einer Kampagne, mit der in den nächsten Wochen die Lebenshilfe, ihre 130.000 Mitglieder und mehr als 500 örtliche Vereinigungen auf die fatalen Folgen dieser sehr komplexen und komplizierten Gesetzesvorhaben aufmerksam machen wollen. Die Lebenshilfe-Bundesvorsitzende Ulla Schmidt wird die Kampagne morgen in Berlin vorstellen.

Link zu weiteren Informationen zum Bundesteilhabegesetz, zum Pflegestärkungsgesetz III und zu den Forderungen der Lebenshilfe

Lesermeinungen zu “Teilhabe statt Ausgrenzung” (2)

Von Rosa

Es bleibt zu hoffen, dass die Lebenshilfe-Bundesvorsitzende ihre Kampagne nicht nur auf die Politik und das BTHG bezieht, sondern dass Teilhabe anstatt Ausgrenzung genauso gelten muss für jede einzelne der 500 örtlichen Vereinigungen unter dem Dach der Bundesvereiniung Lebenshilfe.

Denn was einerseits die Theorie beschreibt, sind andererseits die Tatsachen in der Praxis.

Das gilt selbstverständlich für alle Leistungserbringer in diesem System.

www.lvkm-rheinland-pfalz.de/17.html (Ansprache von Jochen Speicher)

Von Uwe Heineker

Was hier weiterhin noch fehlt, sind grundlegende Veränderungen der Werkstätten-Strukturen - gerade weil die Lebenshilfe selbst auch zu den Trägern dieser Einrichungen gehört, siehe hierzu auch: http://www.kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/34117/In-Werkst%C3%A4tten-bleibt-im-Wesentlichen-alles-beim-Alten.htm