Vor Paralympics in Rio
Veröffentlicht am von Franz Schmahl
Bild: IPC
Berlin (kobinet) Das Internationale Paralympische Komitee IPC wird in dieser Woche über einen möglichen Ausschluss Russlands von den Paralympics in Rio de Janeiro entscheiden. Im Report von Chefermittler Richard McLaren an die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA zum Staatsdoping in Russland waren auch 35 positive Fälle aus dem paralympischen Sport aufgelistet. "Das IPC hat eine einmalige und historische Möglichkeit, eine konsequente Null-Toleranz-Politik gegenüber Doping nicht nur durch Worte, sondern durch Taten belegen. Das wäre eine ganz wichtige Botschaft für den Sport weltweit", wurde heute DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher in den Medien zitiert.
Der Paralympische Sport müsse ein klares Zeichen setzen, dass im Gegensatz zum IOC die Null-Toleranz-Politik in der Dopingbekämpfung des Paralympischen Sports keine leere Worthülse ist, meint der Deutsche Behindertensportverband, der gestern das Team für die Paralympics in Rio de Janeiro vorgestellt hat. 148 Athleten (83 Männer, 65 Frauen) werden vom 7. bis 18. September an den XV. Paralympischen Sommerspielen teilnehmen. Hinzu kommen eine Steuerfrau (Rudern), ein Pilot (Radsport) und ein Begleitläufer in der Leichtathletik.
Begleitet werden die 148 Athletinnen und Athleten, von denen 79 ihre Paralympics-Premiere erleben, von weiteren 94 Personen aus dem Funktionsteam, darunter Trainer, Ärzte und Betreuer. Insgesamt erwarten die Organisatoren aus Rio rund 4.350 Sportlerinnen und Sportler aus rund 180 Nationen, die in 23 Sportarten antreten werden. Triathlon und Kanu sind erstmals ins Paralympische Programm aufgenommen worden, in beiden Sportarten wollen auch deutsche Sportlerinnen und Sportler um Medaillen kämpfen. Jüngste Teilnehmerin der deutschen Mannschaft ist die 17-jährige Schwimmerin Janina Breuer, die älteste Marianne Buggenhagen. Für die 63-jährige Leichtathletin ist es bereits die siebte Teilnahme an Paralympischen Spielen.
