Protestaktion vor Kanzleramt zum Teilhabegesetz
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
Bild: #AlleinZuHaus
Berlin (kobinet) Zur Einstimmung auf den wieder Fahrt aufnehmenden Politikbetrieb in Berlin haben behinderte Menschen heute den Tag der offenen Tür der Bundesregierung zum Anlass genommen, um für ein Bundesteilhabegesetz zu protestieren, das den Namen verdient. Vor dem Kanzleramt bauten sich eine Reihe von Aktiven mit einem Transparent mit der Aufschrift "Gegen Fremdbestimmung - für ein selbstbestimmtes Leben" auf. "#AlleinzuHaus statt rein ins Heim" ist der Titel der Kampagne, die an #nichtmeingesetz anknüpft.
Die hochsommerlichen Temperaturen haben heute behinderte Menschen nicht davon abgehalten, ihrem Unmut über die Behindertenpolitik der Bundesregierung Ausdruck zu verleihen. Dafür haben sie sich vor dem Bundeskanzleramt versammelt, um der Feierlaune etwas Realität einzuhauchen, was nämlich die derzeitige Aussonderung behinderter Menschen konkret bedeutet und welche Verschlechterungen mit dem Bundesteilhabegesetz drohen.
Bereits am Vormittag war in der Mohrenstraße ein Anhänger mit einer großen Plakatwand gesichtet worden, mit der die Kampagne des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales auf's Korn genommen wird. "Weniger möglich machen - mehr behindern" ist darauf zu lesen.
