Inklusion von unten

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Besuch aus Kenia im Projekt Giesing wird inklusiv
Besuch aus Kenia im Projekt Giesing wird inklusiv
Bild: Kathrin Schmidt

München (kobinet) Besuch aus Kenia hatte jetzt das Projekt „Giesing wird inklusiv". Im Stadtteilladen in der Tegernseer Landstraße 113 wurden neun Studenten mit ihrem Professor begrüßt. Der Anlass: Ein gemeinsames Projekt des Lehrstuhls Diversitätssoziologie der TU München mit der Pwani Universität Kenia zur UN-Behindertenrechtskonvention.

In der UN-Konvention ist festgeschrieben, dass Menschen mit Behinderung am Alltagsleben genauso teilnehmen können wie Menschen ohne Behinderung. Also zum Beispiel zum Arzt gehen, ein Konzert besuchen oder etwas zum Lesen besorgen. Seit etwa einem halben Jahr sind Dr. Andreas Sagner und Sven Siebert von „Giesing wird inklusiv" im Viertel unterwegs, um Betroffene nach ihren persönlichen Erfahrungen zu befragen. In den kommenden Monaten werden spezielle Aktionen wie der „Ampel-Check" und der „Freizeit-Check„ starten. „Ziel ist es, mit dem Projekt eine nachhaltige Sensibilisierung für das Thema, aber auch konkrete Verbesserungen vor Ort zu erzielen", so Siebert.

Um Verbesserungen ging es auch bei der Diskussionsrunde mit den kenianischen Gästen. Sie waren sehr interessiert an dem in Giesing gestarteten Versuch, Inklusion sozusagen „von unten", im Sozialraum zu organisieren. Denn mangels entsprechender Strukturen in ihrer Heimat, ist das genau der Ansatz, den sie aus Kenia kennen.