Blindenführhunde seit 100 Jahren

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Resolution für Blindenführhunde übergeben
Resolution für Blindenführhunde übergeben
Bild: DBSV/Oliver Ziebe

Berlin (kobinet) Das Jubiläum „100 Jahre Ausbildung von Blindenführhunden in Deutschland" wird gefeiert. Im Oktober 1916 übergab der Deutsche Verein für Sanitätshunde den ersten systematisch ausgebildeten Blindenführhund an den Kriegsblinden Paul Feyen. Einhundert Jahre später möchte der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) auf aktuelle Probleme bei der Ausbildung und dem Einsatz von Führhunden hinweisen. Zehn Führhundhalter überreichten heute eine Resolution mit den wichtigsten Forderungen des Verbandes an den Bundestagsvizepräsidenten Johannes Singhammer.

Die Übergabe fand in Anwesenheit der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Verena Bentele, sowie der behindertenpolitischen Sprecher der Fraktionen vor dem Reichstagsgebäude statt.

In der Resolution wird unter anderem thematisiert, dass es keine verbindlichen und transparenten Mindeststandards für die Ausbildung von Führhunden gibt. Der Verband fordert zudem eine Ergänzung der Behindertengleichstellungsgesetze, damit der Zugang zu öffentlichen Einrichtungen nicht wegen eines Führhundes versagt werden kann.