LINKE benennt Nancy Poser und Monitoringstelle für Anhörung

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Katrin Werner
Katrin Werner
Bild: Katrin Werner

Berlin (kobinet) Die Bundestagsfraktion DIE LINKE teilte mit, dass sie für die Anhörung des Ausschusses Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages am 7. November von 11:30 Uhr bis 13:30 Uhr zum Bundesteilhabegesetz Nancy Poser und die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention als Sachverständige eingeladen hat.

"Es werden 19 Sachverständige geladen, wovon Menschen mit Behinderungen eine Minderheit sind. Die Monitoring-Stelle, die die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland überwacht, war von den Regierungsparteien als Sachverständige nicht angedacht", teilte die behindertenpolitische Sprecherin der Linksfraktion Katrin Werner mit.

"Die Monitoring-Stelle UN-BRK am Deutschen Institut für Menschenrechte hätte bei der Anhörung zu solch einem wichtigen behindertenpolitischen Gesetzesvorhaben von Haus aus als Sachverständige gesetzt sein müssen. Hätten wir als Linksfraktion die Monitoring-Stelle nicht als zusätzliche Sachverständige benannt, wäre sie bei der Anhörung nicht dabei. Die Bundesregierung hatte die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention mit dem Gesetzentwurf zu ihrem obersten Ziel erklärt. Umso mehr ist für mich unbegreiflich, wie eine unabhängige Stelle, wie die Monitoring-Stelle, zu deren Einrichtung sich Deutschland mit der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet hat, nicht von Anfang an eingeladen wird", erklärte Katrin Werner.

Link zur Tagesordnung und Liste der Sachverständigen zur Anhörung am 7.11.2016

Lesermeinungen zu “LINKE benennt Nancy Poser und Monitoringstelle für Anhörung” (5)

Von versteh_gar_nix_mehr

Ist dass wirklich eine Anhörung, oder vielleicht eine Fortsetzung abgeschlossener Expertenrunden mit neuer Interpretation, wo vor der großen Premiere am 01.01.2017 der eine oder andere Ton nicht ins Konzept passt? Betrachtet man sich die Liste im Verhältnis von 20 : 5 und der für jeden Experten verfügbaren Zeit für die Beantwortung der vom Ausschuss gestellten Fragen, dann bin ich mal gespannt, wie die Betroffenen von ihren Vertretern auch wirkungsvoll vertreten werden? Interessant wird auf alle Fälle das Protokoll werden, wenn es veröffentlicht ist und dann auch aufzeigt, dass das was man uns bisher als Annäherung vermitteln wollte,
anscheinend nur eine andere Interpretation darstellt.

Jedenfalls werde ich etwas genauer beide Anhörungen die vom November 2015 sowie die jetzige vom 07.11.2016 miteinander vergleichen.

Von Dr. Theben

@Arnd

danke Dir. Und auf wessen Ticket "rollt" ein ebenfalls prominenter ehemaliger Sozialrichter aus Bremen... Ich denke/hoffe auch jenem der Grünen; will sagen: Die Regierungsfraktionen scheinen keine selbstbetroffenen Sachverständige geladen zu haben!!!

Grüße

Martin Theben

Von nurhessen

Und dem ist nur hinzuzufügen: Und das ist auch gut so…, in Anbetracht der gar vielen Geladenen vom
„Deutscher Landkreistag
Deutscher Städte-und Gemeindebund
Deutscher Städtetag
Deutscher Gewerkschaftsbund
Bundesverband Lebenshilfe…“
über
„Bundesvereinigung der Landesarbeitsgemeinschaften der Werkstatträte e. V.
Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e.V.“
usw., usw.

Von Arnd Hellinger

@ Dr. Martin Theben:

Wenn ich hier einen bestimmten in Hamburg als Rechtsanwalt tätigen promovierten Juristen erwähne, verrate ich sicher kein Betriebsgeheimnis, beantworte aber dennoch Ihre/Deine Frage wahrheitsgemäß... :-)

Von Dr. Theben

Wen haben den die Grünen benannt? Vielleicht informiert darüber die ebenfalls engagierte Abgeordnete Rüffer...

Grüße

DR. Theben