Ruf doch mal an
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
Bild: change.org
Berlin (kobinet) Die am Montag von Constantin Grosch und Raul Krauthausen über AbilityWatch gestartete Telefonaktion im Vorfeld der für Donnerstagabend erwarteten Entscheidung zu den Änderungsanträgen zum Bundesteilhabegesetz bekommt mittlerweile auch Rückenwind von change.org. Über den Verteiler der Petition für ein Recht auf Sparen werden die über 330.000 UnterstützerInnen aufgerufen, zum Hörer zu greifen und den Abgeordneten mitzuteilen, warum ein gutes Bundesteilhabegesetz für sie und andere so wichtig ist.
"Schon Anfang Dezember 2016 soll das Bundesteilhabegesetz in 2. und 3. Lesung im Bundestag verabschiedet werden. Am 24.11.2016 tagt die Arbeitsgemeinschaft der Großen Koalition zum Thema. Auch wenn es einige wenige Verbesserungen geben soll, stecken in dem neuen Gesetzentwurf große Gefahren. Besonders skandalös: Menschen mit Behinderung sollen sich künftig ihre Hilfspersonen auch für intimste Bereiche teilen", heißt es u.a. in der Mail, die über change.org derzeit hunderttausendfach von Constantin Grosch und Raul Krauthausen verschickt wird. Und es gibt auch eine Reihe von dokumentierten Telefonaten, die bereits im Netz stehen.

Von Signe
@ Ulrike
Hallo Ulrike,
grade deshalb anrufen. Auch da ein hysterischer Mitarbeiter die Telefonanrufe entgegennimmt.
Ich hatte nichts anderes erwartet, als dass mir Widerstand aus den Abgeordnetenbüros 'ins Gesicht bläst'.
Zutexten hilft manchmal tatsächlich.
In einer von mir geführten, Uralt-Rechtssache schickt mir die betreffende Behörde (die inzwischen Muffensausen hat) mittlerweile Schreiben, aus denen für mich ersichtlich ist, dass die Behörden'tanten' und Behörden'onkels' inzwischen selber nicht mehr den Duchblick in dem vor Gericht geführten Rechtsstreit haben.
Deshalb: ruhig anrufen. Steter Tropfen höhlt den Stein und höhlte bisher so manchen Stein.
Der, der die Contenance (Contenance = schweres Wort, kommt aus dem Französischen und bedeutet, dass jemand nicht ausflippt, wenn ihm / ihr etwas gesagt wird; gerade das fehlte dem Mitarbeiter des CDU-Abgeordneten Zimmermann in dem Telefonat mit mir; sicherlich nicht nur mit mir) nicht wahrt, ist doch eher der Unterlegene.
Viele Grüße,
Signe.
Von Cyra2003
Telefonaktion – Last Call
Schon Anfang Dezember 2016 soll das Bundesteilhabegesetz in 2. und 3. Lesung im Bundestag verabschiedet werden. Am 24.11.2016 tagt die Arbeitsgemeinschaft der Großen Koalition zum Thema.
Auch wenn es einige wenige Verbesserungen geben soll, stecken in dem neuen Gesetzentwurf große Gefahren. Besonders skandalös: Menschen mit Behinderung sollen sich künftig ihre Hilfspersonen auch für intimste Bereiche teilen. Außerdem will der Gesetzgeber die Menschen aus Kostengründen lieber im Heim versorgen lassen, als im eigenen Zuhause.
Die 10 größten Mängel haben wir hier für Sie zusammengestellt.
Daher bitten wir Sie. Rufen Sie jetzt die zuständigen Abgeordneten an und sprechen Sie ihn oder sie bzw. ihre Mitarbeiter auf einen oder alle dieser Mängel an.
Sobald Sie jemanden erreicht haben, dokumentieren Sie das Gesprächsergebnis bitte hier, sodass andere nach ihnen, bei den jeweiligen Abgeordneten noch einmal nachhaken können.
Jetzt kommt es auf uns alle an.
Bitte greifen Sie jetzt zum Telefon!
Mögliche Fragen:
1. Stimmt es, dass die im Teilhabegesetz geplanten Verbesserungen für
Menschen mit Behinderung beim Sparvermögen und bei der
Partnerfreistellung nicht für alle behinderten Menschen gelten sollen?
2. Ist es richtig, dass ich als Partner eines behinderten Menschen, der
einen hohen Pflegebedarf hat und wegen seiner Behinderung nicht mehr
arbeiten gehen kann, weiterhin fast mein gesamtes Vermögen bis auf ca.
600,00 € abgeben muss?
3. Kann es mit dem geplanten Teilhabegesetz passieren, dass Menschen
ihre notwendige Assistenz jetzt mit anderen behinderten Menschen teilen
müssen, also mit irgendwelchen Fremden ihre Freizeit und ihr Leben
verbringen müssen und nicht mehr aussuchen können, wer sie pflegt?
4. Ist es nach dem neuen Gesetz tatsächlich immer noch möglich, dass
behinderte Menschen gezwungen werden, gegen ihren Willen in Heimen zu leben?
Zuständige Abgeordnete
Kerstin Griese, SPD
+49-30-227-72680
Uwe Schummer, CDU
+49-30-227-73484
Kerstin Tack
Von Ulrike
Warum also überhaupt noch anrufen?
Von Signe
Abgeordnete Freudenstein: nicht zu sprechen.
Gut, werden von mir bei den weiteren Wahlen auf Bundes- und Länderebene die Wahlzettel zerrissen, die Namen auf den Wahlzetteln alle unkenntlich gemacht.
Geld in der Bundesrepublik 'sparen' auf Kosten und zu Lasten Behinderter und deren Angehörigen.
Die Abg. haben bei mir jegliche Reputation verloren.
Wer (als Bundesrepublik) Aggressionskriege finanziert, hat offensichtlich mehr als genug Geld auf der hohen Kante.
Vielleicht auch, um Behinderten endgültig den Garaus zu machen.
Von Signe
Das Schiewerling'sche Bundestagsbüro sei nicht besetzt.
Als ich angerufen habe, war nur ein automatisches Anrufentgegennahmegerät dem Telefon des Abg. zugeschaltet.
Feigling!
War und ist Schiewerling nicht auch DER Bundestagsabg., der den Begriff 'Maximalforderung' in Umlauf gebracht hat?
Von Signe
Und bei meinem Anruf bei den SPD-Abg. wurde in einem Satz mir mit den Maximalforderungen beigekommen.
Was auch immer mit 'Maximalforderungen' gemeint war.
Von Signe
Im Bundestagsbüro des CDU-Abg. Zimmermann war der Mitarbeiter äußerst aggressiv und hörte meinen Argumenten nicht zu.
In Abwandlung eines Werbespruches:
'CDU - da weiß mensch, was sie / er hat'.
Die Aussagen bei den anderen Bundestagsabgeordneten waren auch nicht berauschender. Abwiegelungen. Und nein, niemand müsse ins Heim!