Vom Pflegefall zum Globetrotter
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
Bild: ht
Bremen (kobinet) "Gebt auf", rät Sven Marx Menschen mit lebensverändernden Krankheiten. Denn nach zwei niederschmetternden Diagnosen hat der ehemalige Tauchlehrer und passionierte Motorradfahrer ebenfalls aufgegeben – nicht sich selbst, sondern sein altes Leben. Am 19. Januar 2017 berichtet er um 19 Uhr im Universum® Bremen über sein gesundheitliches Schicksal und seinen Kampf in einen neuen Alltag. Die Veranstaltung bildet den Auftakt des Begleitprogramms zur neuen Sonderausstellung "Lieblingsräume – so vielfältig wie wir".
Über Nacht wurde das Leben des gebürtigen Berliners im Januar 2009 auf den Kopf gestellt: Die Ärzte stellten einen Hirntumor fest. Es folgten mehrere Operationen, ein langer Aufenthalt auf der Intensivstation sowie eine dreimonatige Reha – und mit der anschließenden Diagnose Schwarzer Hautkrebs die nächste Hiobsbotschaft. Doch mit seiner positiven Grundeinstellung kämpfte sich Sven Marx in ein ganz neues Leben. Seine Krankheiten mit all ihren Auswirkungen wie Gleichgewichtsstörungen und Sehbeeinträchtigungen schweben tagtäglich wie ein Damoklesschwert über ihm und dennoch hat er in den letzten Jahren 49.000 Kilometer quer durch 29 Länder zurückgelegt – ausschließlich auf dem Rad. Mit seiner mentalen Stärke ermutigt er heute auch andere Menschen in Krisen. Er unterstützt die Arbeit der Diakonischen Initiative Direkt, ist Botschafter des Projekts "Inklusion braucht Aktion" und Teil des Netzwerks Inklusion Deutschland.
Termin:
Der Vortrag „Vom Pflegefall zum Globetrotter auf dem Fahrrad“ findet am 19. Januar 2017 um 19 Uhr im Universum® Bremen statt. Der Eintritt beträgt fünf Euro und beinhaltet zusätzlich den Besuch der Sonderausstellung „Lieblingsräume – so vielfältig wie wir“ zwischen 18 und 19 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Anzahl der Plätze ist jedoch begrenzt, heißt es in der Ankündigung.

Von Ulrike
"Zu lebensverändernden Krankheiten" könnte man auch Unfälle/Stürze von in der Mobilität eingeschränkten Schwerstbehinderten in ihren Wohnungen, trotz Sturzpfofilaxe, auffassen.Leider muss der Personenkreis sich mit Krankenkasse wegen Ablehnung Pflege gerichtlich auseinandersetzen, hat keine Zeit und mediale Aufmerksamkeit, noch oft genug die finanziellen Mittel, um vom "Pflegefall zum Globetrotter" zu werden.