Coaches für inklusive Bildung

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

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Bild: CiB

Köln (kobinet) Die Coaches für inklusive Bildung warnten heute davor, Inklusion in Nordrhein-Westfalen zum Spielball der Politik zu machen. Anlass ist die Berichterstattung in den Medien über die Forderung von Eltern, die das Inklusionsgesetz als gescheitert kritisieren und ein langsameres Vorgehen fordern.

"Haben wir es im Grunde nicht schon immer gewusst? Inklusion ist etwas für Sozialromantiker. Behinderte und Nichtbehinderte können nicht zusammen lernen – was soll dabei schon herauskommen? Auf Förderschulen sind die Kinder mit Handicap „glücklich und bringen Leistung". In den inklusiven Regelschulen stehen den frustrierten LehrerInnen, über- oder unterforderte SchülerInnen und hilflose Eltern gegenüber", so charakterisieren die Coaches vom Verein mittendrin die „vernichtende Bilanzierung der Inklusion" durch das Elternbündnis „Rettet die Inklusion".

Jetzt das „NRW-Inklusionsgesetz" zu kritisieren, mit dem im August 2014 endlich ein Recht verbrieft wurde, für das Eltern zum Wohl ihrer Kinder jahrelang gekämpft hatten, erscheint den Coaches für inklusive Bildung doch etwas undifferenziert. Sie sind in unterschiedlichen Schulen und Schulformen tätig und sehen die Schwierigkeiten und Defizite.

"Wir sind aber zutiefst empört, dass Kinder mit Beeinträchtigungen ganz offensichtlich für den Wahlkampf instrumentalisiert werden", betonen sie in ihrer Stellungnahme. Wenige Negativbeispiele zur pauschalen Aburteilung zu verwenden sei schlichte Bauernfängerei: "Wir wollen uns ausdrücklich gegen die Vereinfachung jeglicher (gesellschafts-)politischer Diskussion stellen, die offenbar nur zum Ziel hat, einfache Lösungen für komplexe Verhältnisse anzubieten. Wo sind eigentlich die positiven Beispiele in der Inklusionsberichterstattung und in der öffentlichen Diskussion? Und wo bleibt die öffentliche Wertschätzung für diejenigen, die sich Tag für Tag mit Herzblut und viel Engagement für das Gelingen des Gemeinsamen Lernens von Kindern mit und ohne Handicap einsetzen?"